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big to fail Finanzstabilitätsrat nennt besonders gefährliche Banken Auch UBS und Credit Suisse auf der Liste

Basel Der Finanzstabilitätsrat (FSB) hat am Donnerstagabend die aktualisierte Liste der systemrelevanten Banken veröffentlicht.

Das grösste Risiko für das weltweite Finanzsystem stellen demnach Citygroup, Deutsche Bank, HSBC und JP Morgan Chase dar. Als Lehre aus der Finanzkrise müssen alle Grossbanken bis 2014 ein Kapitalpolster von sieben Prozent ihrer Bilanzrisiken aufbauen, die systemrelevante Banken auf der Liste des FSB sogar noch mehr. Ausserdem müssen sie in den nächsten Monaten einen Plan aufstellen, wie sie in einer existenzbedrohenden Krise ohne Schaden für das Finanzsystem wieder auf die Beine kommen respektive abgewickelt werden können. In Finanzkreisen wird dieser Plan Testament genannt. Mit diesen Auflagen wollen die Aufseher das Risiko verringern, dass die Institute in einer Krise zusammenbrechen und dann auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden müssen. Der FSB veröffentlichte nun erstmals offiziell, wie viel Kapital welche Bank zusätzlich zu den sieben Prozent beiseite legen muss. Damit will das Gremium einen Anreiz dafür schaffen, dass diese Geldhäuser ihre Risiken reduzieren, um geringere Kapitalpuffer aufbauen zu müssen. Die Liste soll auch Thema beim G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs am Sonntag und Montag in Mexiko- Stadt sein. Schweizer Banken in Korb vier Als Kriterien für die Sytemrelevanz haben die Aufseher Grösse, Vernetzung, Mangel an Ersetzbarkeit, Internationalität und Komplexität festgelegt und diese nach einem Punktesystem bewertet. Anhand diesem teilten die Aufseher die Banken in vier «Körbe» ein, die unterschiedlich hohe Kapitalpolster brauchen. Die vier Banken in der zweithöchsten Kategorie - die allerhöchste ist nicht belegt - müssen von 2016 an einen zusätzlichen Eigenkapitalpuffer von 2,5 Prozent aufbauen. Barclays und BNP Paribas rangieren in der dritthöchsten Kategorie. Reine Investmentbanken wie Goldman Sachs im vierten Korb müssen nur 1,5 Prozent mehr Kapital aufbringen. Das gilt auch für die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse. Diese müssen aber im Rahmen des Swiss Finish jetzt schon höhere Kapitalforderungen der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) erfüllen. 28 Banken global systemrelevant Neu auf der Liste sind die spanische BBVA und die britische Standard Chartered. Nicht mehr dazu zählt neben der britischen Lloyds Bank und der zerschlagenen belgisch-französischen Dexia die deutsche Commerzbank, die ihre Bilanzsumme und die Risiken stark reduziert hat. Insgesamt stuft der FSB mit Sitz in Basel 28 Banken global als too big to fail ein. Die aktuelle Rangfolge basiert auf Daten von Ende 2011. Bis die Kapitalregeln 2014 in Kraft treten, kann sich noch einiges ändern. Bis dahin wird die Liste jährlich aktualisiert. Notiz an die Redaktion: ausgebaute Fassung der Meldung bsd203 von gestern Donnerstag

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