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Bieterkampf um Kupferriesen Equinox vorerst beendet

Sydney/Hongkong Der Kampf um grosse Kupfervorkommen ist vorerst entschieden: Der chinesische Rohstoffkonzern Minmetals Resources gab sich am Dienstag geschlagen und stieg aus dem Bieterrennen um den australischen Kupferhersteller Equinox Minerals aus.

Minmetals werde angesichts des hohen Kaufpreises für Equinox nicht mehr mit der kanadischen Barrick Gold konkurrieren, teilte der chinesische Konzern mit. Das Unternehmen will sich nun nach anderen Zukaufsmöglichkeiten umsehen. Anleger zeigten sich enttäuscht von der Zurückhaltung der Chinesen. Solch eine Gelegenheit böte sich nicht alle Tage, auch wenn der Preis hoch sei, hiess es. Die Titel büssten in Hongkong um bis zu 13 Prozent an Wert ein. Die Offerte von Barrick werde nicht überboten, da ein Bieterwettbewerb den Unternehmenswert verringern würde, teilte Minmetals mit. Das Unternehmen ist eine Tochter des grössten chinesischen Metallhändlers, der in staatlicher Hand ist. Barrick, der weltgrösste Goldhersteller, war am Montag überraschend mit einer Gegenofferte zu Minmetals Kaufgebot vorgeprescht. Sie ist 16 Prozent höher als das Angebot der Chinesen und eine reine Bar-Offerte. Barrick und Equinox haben sich den Angaben nach bereits auf das Angebot verständigt. Dennoch hatten Anleger nicht ausgeschlossen, dass die Chinesen noch einmal beim Preis nachlegen und sich den Deal nicht nehmen lassen. Barrick will 7,3 Milliarden kanadische Dollar (6,76 Milliarden Franken) für Equinox bezahlen, Minmetals bot lediglich 6,3 Milliarden kanadische Dollar. Equinox hatte das Angebot von Minmetals als zu niedrig bezeichnet. Minmetals hält bereits 4,2 Prozent an Equinox. Begehrter Rohstoff Barrick sichert sich damit den Zugriff auf grosse Kupfervorkommen vor allem in Afrika und Saudi-Arabien. Equinox ist auf Afrika spezialisiert und betreibt in Sambia die nach Produktion drittgrösste Kupfermine des Kontinents. Zudem verfügt die Firma über grosse Vorkommen in Saudi-Arabien. Der Preis für den Rohstoff hat sich in den vergangenen acht Jahren versiebenfacht - vor allem wegen der steigenden Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern. China ist für rund 40 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Kupfer verantwortlich. Barrick baut mit dem Kauf seine Stellung auf dem Kupfermarkt deutlich aus und verringert so seine Abhängigkeit von Gold. Allerdings ist Equinox noch in einen weiteren Übernahmekampf verwickelt - mit derzeit ungewissem Ausgang. Das Unternehmen hat selbst eine feindliche Offerte für den kanadischen Rivalen Lundin Mining vorgelegt. Eine Entscheidung hierzu steht noch aus.

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