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Bernanke-Bemerkungen sorgen für Vorsicht an Wall Street

New York Investoren an der Wall Street haben nach Äusserungen von Fed-Chef Ben Bernanke über den US-Haushaltsstreit am Dienstag Vorsicht walten lassen.

Die wichtigsten Aktienindizes rutschten im Verlauf zunächst deutlich ins Minus und gingen fast unverändert aus dem Handel. Bernanke sagte, die Notenbank könne eine drohende Haushaltsklippe im kommenden Jahr nicht ausgleichen. Die Steuererhöhungen und Sparmassnahmen würden dann greifen, wenn Demokraten und Republikaner ihren Streit nicht beilegen. Auf die Stimmung drückte am Dienstag auch die Herabstufung der französischen Bonitätsnote durch die Agentur Moody's. Zudem gab der Computerhersteller Hewlett-Packard eine Milliardenabschreibung bekannt. Der Dow-Jones-Index fiel um knapp 0,1 Prozent auf 12'788 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 1387 Stellen. Der Nasdaq-Index stand fast unverändert bei 2916 Stellen. Bei den Einzelwerten stand Hewlett-Packard im Blickpunkt: Der Aktienkurs des Computerherstellers fiel wegen der Abschreibung um fast zwölf Prozent. Der Konzern wies wegen der Übernahme der Softwarefirma Autonomy überraschend eine Belastung von 8,8 Milliarden Dollar aus. HP begründete den Schritt mit schweren Unregelmässigkeiten in der Bilanz des im vergangenen Jahr übernommenen Unternehmens. Für das abgelaufene Quartal musste HP einen Verlust hinnehmen. Auch der Umsatz ging wegen eines sinkenden Marktanteils bei Computern und einer geringeren Nachfrage nach Druckern zurück. Die Papiere des Ketchup-Herstellers H.J. Heinz verloren 2,2 Prozent, obwohl das Unternehmen dank einer starken Nachfrage in Schwellenländern und günstiger Steuereffekte im abgelaufenen Geschäftsquartal mehr verdiente als erwartet. Die Elektronikmarktkette Best Buy enttäuschte Investoren mit einem schwachen Quartalsumsatz. Die Papiere gaben um 13 Prozent nach. Ein Lichtblick kam vom Immobiliensektor: Im Oktober wurde mit dem Bau so vieler Wohnungen wie seit Juli 2008 nicht mehr begonnen. Auf das Jahr hochgerechnet stieg die Zahl um 3,6 Prozent auf 894'000.

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