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BASF bekommt Teile sibirischer Gasfelder - Tausch mit Gazprom

Ludwigshafen BASF setzt auf die Förderung von Öl und Gas und verabschiedet sich vom Gashandel.

Dafür hat der weltgrösste Chemiekonzern nun einen Tausch von Unternehmensteilen im gleichen Wert mit dem russischen Gazprom-Konzern vereinbart, wie BASF am Mittwoch mitteilte. Die Deutschen erhalten von den Russen 25 Prozent der Anteile an Gasfeldern in Westsibirien. Im Gegenzug geht das bislang gemeinsam betriebene Erdgashandels- und Speichergeschäft komplett an Gazprom, was wiederum dessen Position in Europa stärkt. Das Tauschgeschäft stehe in Einklang mit der Strategie, die Exploration und Produktion von Öl und Gas auszubauen, sagte der BASF- Vorstandsvorsitzende Kurt Bock nach einer Mitteilung. Erst im Oktober hatten sich die Ludwigshafener in norwegische Öl- und Gasfelder eingekauft und dafür dem norwegischen Konzern Statoil gut eine Milliarde Euro gezahlt. Im Gegenzug für die Beteiligung an den drei Nordsee-Feldern erhielt Statoil damals ausserdem 15 Prozent an einem BASF-Ölfeld. Vollzug bis Ende 2013 Das nun eingefädelte Geschäft mit Gazprom soll - sofern die zuständigen Behörden zustimmen - bis Ende 2013 vollzogen sein. Geplant ist etwa, dass Gazprom und die BASF-Tochter Wintershall gemeinsam Teile eines westsibirischen Gasfeldes weiter erschliessen. Wintershall verfügt den Angaben zufolge zudem über eine Option, den Anteil an diesen Lagerstätten auf 50 Prozent aufzustocken. Wintershall und Gazprom arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. Russen erreichen ihr Ziel Auch die Russen erreichen mit dem Tausch ein zentrales Ziel. «Die Aufstockung des Anteils an Gasspeichern und Gashandelsunternehmen wird es uns gestatten, auf dem Endkundenmarkt in europäischen Ländern Fuss zu fassen», sagte Konzernchef Alexej Miller. Gazprom und BASF hätten mit dem Geschäft ihr Bestreben nach der Förderung der strategischen Partnerschaft auf dem globalen Markt für Energieträger bekräftigt. Insgesamt trug das Gashandels- und Speichergeschäft, das nun abgegeben wird, laut BASF im vergangenen Jahr 8,6 Milliarden Euro zum Umsatz der Konzerngruppe bei.

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