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Bank of America will Bestand an Problemhypotheken halbieren

New York Die Bank of America (BoA) zieht im Geschäft mit Immobilienkrediten die Notbremse und will ihren 850 Milliarden

Dollar schweren Bestand an Problemhypotheken binnen drei Jahren halbieren. Dabei wolle die Bank die Hypotheken teils auslaufen lassen oder aber mit einem Abschlag verkaufen, sagte der bei dem Institut für die Problemkredite zuständige Manager Terry Laughlin der «Financial Times» (FT/Dienstag). Die Hypotheken bedrohten die Leistungsfähigkeit der Bank und könnten den Ruf von Bankchef Brian Moynihan beschädigen. Die Grossbank signalisiere mit dem Strategiewechsel, dass sie mit neuen Verwerfungen am Immobilienmarkt in den USA rechne und offenbar nicht an eine Erholung des Marktes und damit an eine Besserung der Zahlungsmoral bei problematischen Schuldnern glaube, heisst es in dem Bericht. Ausserdem gestehe sie ein, dass die grösste Wette in der Geschichte der Bank gescheitert ist: Das Institut hatte mit am stärksten von allen US-Instituten auf den amerikanischen Immobilienmarkt gesetzt. Deshalb hängt die Bank of America als einzige der Grossbanken immer noch an der kurzen Leine der US- Notenbank Fed. Das bedeutet, dass der Bankkoloss nicht frei über sein Geld verfügen kann. Als sich die Finanzkrise im Sommer 2008 schon zuspitzte, kaufte sie für einen symbolischen Preis von seinerzeit vier Milliarden Dollar den in Schieflage geratenen und damals noch grössten US- Immobilienfinanzierer Countrywide.

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