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BAKBASEL: Aussenhandel verliert an Dynamik

Nach Ansicht der Ökonomen von BAKBASEL übernimmt in der Schweiz die Binnenkonjunktur das Steuer beim Wirtschaftswachstum.

Den verloren gegangenen Schwung bei den Exporten könne sie kurzfristig aber nicht ausgleichen, hiess es am Mittwoch an einer Tagung in Basel. Die Experten von BAKBASEL gehen gemäss ihren Prognosen von Mitte September von einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im Gesamtjahr 2010 aus. Für 2011 rechnen sie im Zuge einer globalen Abkühlung mit 1,4 Prozent. 2012 könnte das Wachstum dann auf 1,7 Prozent steigen, anziehende Nachfrage in Westeuropa und Nordamerika vorausgesetzt. Vor allem der Schweizer Aussenhandel, auf dem der starke Franken lastet, verliere an Dynamik, hiess es an der Herbstprognosen-Tagung, an der die Voraussagen genauer erläutert wurden. Auch komme mit dem für 2011 erwarteten Rückgang der Bauinvestitionen eine wichtige Triebfeder zum Stillstand. Das Steuer übernehme die Binnenkonjunktur, allerdings weise auch diese weniger Dynamik auf als noch bisher. So sehen die Konjunkturforscher Abschwächungstendenzen im öffentlichen Konsum, bei den Anlageinvestitionen oder auch bei der Einwanderung als Wachstumstreiber. Der Arbeitsmarkt wird sich dadurch langsamer erholen. Den Dynamikverlust des Aussenhandels vermöge die Binnenkonjunktur kurzfristig nicht auszugleichen, sagten die Forscher. Mittelfristig sei zudem Vorsicht geboten wegen der Verschuldung in Europa. Unterschiedlich entwickeln sich die Branchen. Mit einer negativen Wertschöpfungsentwicklung sei im Bau- und Gastgewerbe zu rechnen. Kräftig bleibe das Wachstum in der Uhrenindustrie, im Finanzsektor und der Nachrichtenübermittlung. Wachstumsstärkste Region sei 2011 die Region Zürich, gefolgt von der Zentralschweiz und der Genfersee- Region. Mittelfristig dürfte jedoch wieder die Region Basel zum Leader werden. Brunetti warnt vor Blasen Sorgen angesichts der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung äusserte an der Tagung Aymo Brunetti, Chefökonom des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO): «Die Blasengefahr ist gewaltig», sagte er. Um die derzeit vorhandene «extreme Liquidität» zu schaffen, habe es «sehr gute Gründe» gegeben. Jetzt müsse jedoch der Ausstieg geschafft werden.

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