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Axel Springer verdient jeden vierten Euro im Ausland

Frankfurt Die Expansionsstrategie zahlt sich für den deutschen Medienkonzern Axel Springer zunehmend aus: Im ersten Halbjahr verdiente der «Bild»-Herausgeber erstmals in seiner Geschichte jeden vierten Euro im Ausland, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Verantwortlich dafür ist vor allem ein kürzlich gegründetes Gemeinschaftsunternehmen mit dem Ringier-Verlag, mit dem beide Gesellschaften den Boulevardzeitungs- und Onlinemarkt in Osteuropa erobern wollen. Springer muss auch deshalb seit einiger Zeit verstärkt auf Wachstum im Ausland setzen, weil das Kartellamt mit dem Verbot der Übernahme von ProSiebenSat.1 grösseren Zukäufen in Deutschland einen Riegel vorgeschoben hat. Von Januar bis Juni steigerte Springer nach eigenen Angaben die Profitabilität in allen anderen Sparten. Der Berliner Verlag profitiert dabei von der Erholung der Werbemärkte. Vor zwei Wochen hatte Springer deshalb bereits vorläufige Zahlen vorgelegt und seine Gewinnprognose 2010 nach oben geschraubt. Der Konzernüberschuss sank im ersten Halbjahr zwar auf 170,3 Mio. Euro nach 267,3 Mio. Euro im Vorjahr. Allerdings strich Springer damals durch den Verkauf von Regionalzeitungen an die Madsack-Gruppe über 300 Mio. Euro ein. Der um wesentliche nicht-operative Effekte bereinigte Konzernüberschuss hat sich nach Angaben von Springer auf 146,6 Mio. Euro nahezu verdoppelt. Der Umsatz im Segment Print International wuchs um 1,8 Prozent auf 154,3 Mio. Euro. Die Vertriebserlöse beliefen sich auf 93,1 Mio. Euro, die Werbeerlöse lagen mit 52,8 Mio. Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert (53,9 Mio. Euro). Vor allem die Landesgesellschaften in der Schweiz, in Polen und in Russland hätten sich erfreulich entwickelt, schrieb Axel Springer, ohne konkrete Zahlen zu nennen. In der Schweiz gehören unter anderem diverse TV-Programmzeitschriften sowie die «Bilanz», die «Handelszeitung» und der «Beobachter» zum Verlag.

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