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Ausverkauf an Schweizer Börse - Credit Suisse grösste Verliererin

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch den fünften Tag in Folge schwächer geschlossen.

Nachdem der Swiss Market Index (SMI) zu Wochenbeginn erstmals seit Ende Januar unter die Marke von 6'000 Punkten gerutscht ist, wurde am Mittwoch die Marke von 5'900 Punkten unterboten. Weltweit drückten die Sorgen um Griechenland die Börsenindizes auf neue Tiefstände. Die Investoren hätten angesichts der neuerlichen Unsicherheiten nun ihre letzte Risikobereitschaft verloren und ziehen Geld aus Aktien ab, um es im sicheren Hafen der Anleihen zu parken. Hierzulande wurde der Aktienmarkt vor allem vom Dividendenabschlag bei Credit Suisse und den Abgaben der Index- Schwergewichte belastet. Auf den Verkaufslisten standen nach Quartalszahlen auch die Papiere von Holcim. Die am späten Nachmittag veröffentlichten US-Zahlen zu den Lagerbeständen und Umsätzen im Grosshandel sowie der wöchentliche Ölbericht des Energieministeriums vermochten kaum Impulse zu geben. So schloss der SMI den Handel 0,70 Prozent tiefer auf 5'936,13 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 0,66 Prozent auf 5'551,38 Punkte. Die prozentual grössten Verlierer waren am Berichtstag die Papiere der Grossbank Credit Suisse, die 6,4 Prozent auf 19,32 Franken einbüssten. Von dem absoluten Minus in Höhe von 1,33 Franken entfielen indes 0,75 Franken auf die am Berichtstag zur Auszahlung gekommene Dividende. Die Papiere notierten damit erstmals seit November letzten Jahres unter 20 Franken. Der tiefste im letzten Jahr bezahlte Kurs lag bei 18,78 Franken. Unter deutlichem Abgabedruck standen nach mehreren Kurszielsenkungen auch die Aktien von Swiss Life (-4,1 Prozent). Der Lebensversicherer beendete bereits am Vortag nach einem Erstquartalsstatement den Handel in der Verlustzone. Schwächer zeigten sich zudem die Papiere der Banken Julius Bär (-2,4 Prozent) und UBS (-1,6 Prozent). Die Grossbank UBS will Presseberichten zufolge «Ramschpapiere» mit einem Nominalwert von 1,5 Milliarden Dollar verkaufen Im Angebot lagen nach dem Erstquartalsausweis auch die Aktien des Zementherstellers Holcim, die sich um 1,6 Prozent verbilligten. Mit dem vorgelegten Zahlenkranz stiess der Konzern auf wenig Anklang bei den Investoren. Zwar weise Holcim die im Branchenvergleich beste Umsatzentwicklung aus, die Profitabilität habe jedoch nicht überzeugt. Bei den Börsenschwergewichten gaben die Titel des Pharmakonzerns Novartis (-0,9 Prozent) ohne News überdurchschnittlich ab; Nestlé- (- 0,4 Prozent) und Roche-Aktien (unv.) notierten besser als der Gesamtmarkt und verhinderten so ein tieferes Abgleiten des Swiss Market Index. Zu den grösseren Verlierern bei den zyklischen Werten zählten jene des Zahnimplantateherstellers Nobel Biocare (-3,7 Prozent) und des Spezialchemiekonzerns Clariant (-2,5 Prozent). Im breiten Markt überraschte das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) (-2,3 Prozent) mit Zahlen zum ersten Quartal, die im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind. Mit der Eröffnung des Prime Towers konnte das Unternehmen den Mietertrag und den EBIT vor Neubewertungen zwar steigern, enttäuschte dagegen beim Ergebnis.

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