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Atomabkommen mit Iran lässt Ölpreis sinken

Kehrt der Iran auf den Weltmarkt zurück, wird der Ölpreis stark fallen. Zu dieser Einschätzung kommt die Weltbank.

Täglich eine Million Barrel zusätzlich: Ein Ölfeld im Iran. (Azadegan, 15. April 2008)
Täglich eine Million Barrel zusätzlich: Ein Ölfeld im Iran. (Azadegan, 15. April 2008)
Vahid Salemi, Keystone

Die geplante Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen den Iran im Zuge des Atomabkommens wird zu einem deutlichen weiteren Rückgang des Ölpreises führen. Zu dieser Einschätzung gelangt die Weltbank in einem Bericht.

Durch eine «vollständige Rückkehr des Iran auf den Weltmarkt» würden täglich eine Millionen Barrel Öl zusätzlich auf den Markt kommen, heisst es in einem Weltbank-Bericht, der am Montag in Washington veröffentlicht wurde. Dadurch werde der Ölpreis kommendes Jahr um zehn Dollar pro Fass sinken.

Höheres Wirtschaftswachstum im Iran

Tritt die Vorhersage ein, würde dies einen Rückgang um 21 Prozent im Vergleich zum derzeitigen Preis bedeuten. Der Ölpreis ist derzeit wegen des grossen Angebots ohnehin bereits niedrig.

Laut Weltbank wird ein Ende der Sanktionen dem Iran kommendes Jahr ein Wirtschaftswachstum von fünf Prozent bescheren. Dieses Jahr liegt es bei drei Prozent. Die iranischen Exporte würden dem Bericht zufolge um 17 Milliarden Dollar wachsen. Dies entspräche 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Islamischen Republik.

Abkommen muss noch ratifiziert werden

Die Weltbank rechnet damit, dass der Iran insbesondere seine Handelsbeziehungen mit Grossbritannien, China, Indien, der Türkei und Saudiarabien ausbauen wird.

Der Einigung waren jahrelange Verhandlungen vorausgegangen. In dem Abkommen verpflichtet sich die iranische Regierung zu tiefgreifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert umfassende internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die internationalen Sanktionen aufgehoben werden. Das Abkommen muss allerdings noch ratifiziert werden.

SDA/mlr

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