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Anleger blasen an den Börsen Asiens zum Rückzug Grösste Rückgang des Nikkeis innert eines Monats seit zwei Jahren

Tokio Die Sorge vor einem Abrutschen Spaniens in der Schuldenkrise hat an den asiatischen Börsen jede Risikofreude vertrieben.

Die Investoren zogen sich am Donnerstag auf breiter Front aus Anlagen zurück, die von einem Abwärtsstrudel auf dem Kontinent erfasst werden könnten. Der Tokioter Markt verlor mehr als ein Prozent, weil die Anleger Exportwerte mit starkem Europafokus abstiessen. Rohstoffe wie Öl und Kupfer verbilligten sich und die Händler griffen zu sicheren Papieren wie US-Staatsanleihen . Händler werteten diese deutlichen Signale für einen Rückzug als Alarmzeichen. In Tokio rutschte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 8500 Punkten, schloss dann aber bei 8541 Zählern, was ein Minus von 1,1 Prozent bedeutete. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,6 Prozent auf 719 Punkte. Auch an den anderen asiatischen Börsen versuchten sich die Händler von den Sorgen um Europa freizumachen. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans gab 0,7 Prozent ab. Die Märkte in Hongkong, Shanghai und Seoul lagen ebenfalls im Minus. Von diesem Trend lösen konnte sich lediglich Taiwan, wo sich der Index im Laufe des Tages ins Plus hocharbeitete. Damit stehen die wichtigsten Börsen in Fernost fast genau wieder da, wo sie Anfang des Jahres gestartet sind: Die Talfahrt hat inzwischen die Kursgewinne seit Januar weitgehend aufgezehrt. Der Mai war für den Nikkei mit einem Minus von 10,3 Prozent der Monat mit den grössten Einbussen seit zwei Jahren.

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