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Aktie von Schmolz Bickenbach taucht nach Gewinnwarnung

Einen Tag nach der Gewinnwarnung von Schmolz Bickenbach (S B) stand die Aktie des Stahlherstellers an der Schweizer Börse stark unter Druck.

Am Freitagvormittag pendelte sich der Kurs des Wertpapiers bei einem Minus von 14 Prozent bei 3,06 Fr. ein. Direkt nach Handelsbeginn war der Titel zeitweise noch für nur 3,00 Fr. gehandelt worden. Dies war der tiefste Stand seit 2004. Im Vergleich dazu legte der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) bis Mittag kontinuierlich bis zu einem Plus von über 0,3 Prozent zu. Der Stahlkonzern hatte am Donnerstag seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2012 nach unten korrigiert. Umsatz und Ertrag für die zweite Jahreshälfte liegen unter den Erwartungen, neu rechnet S B für das Gesamtjahr mit einem Verlust vor Steuern. Der Grund für die Kurskorrektur liegt in einer weiteren Abkühlung in den Abnehmerindustrien, wie S B-Finanzchef Oliver Karst auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erläuterte. Der Konzern hätte seinen Marktanteil zwar halten können, doch schrumpfe sein Geschäft gemeinsam mit dem Markt. Kleinerer Absatz Ein Sorgenkind bleibt die europäische Autobranche. Die Zulassungszahlen für Motorfahrzeuge seien von einem bereits tiefen Niveau in den letzten Monaten nochmals um zehn Prozent zurückgegangen. Auch die Aussichten für den deutschen Maschinenbau hätten sich verschlechtert. Als Folge schrumpfender Absatzmengen musste S B bereits im Sommer neben negativen Halbjahreszahlen auch umfassende Restrukturierungsmassnahmen ankündigen. Hunderte Vollzeitstellen in Deutschland werden gestrichen, betroffen sind die hauseigene Distributionsgesellschaft und die Deutsche Edelstahl GmbH. Genauen Zahlen wollte Oliver Karst am Freitag nicht bekanntgeben. Man stehe kurz vor Abschluss der Verhandlungen mit den Sozialpartnern, deshalb werde erst bei der Quartalsberichterstattung Mitte November kommuniziert. «Es wird aber keine neuen Massnahmen geben», so Karst - nicht in Deutschland und auch nicht in der Schweiz.

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