Zwei US-Mormonen wegen Millionenbetrugs von Geldanlegern angeklagt

Betrug

Washington Die US-Börsenaufsicht SEC ist zwei Betrügern auf die Spur gekommen, die ähnlich wie der Banker Bernard Madoff zahlreiche Anleger um ihr Geld gebracht haben sollen.

Vater und Sohn sollen so Kirchenmitgliedern 220 Millionen Dollar abgeknüpft haben. Der 58-jährige Wendell Jacobsen und sein 33-jähriger Sohn Allen aus dem US-Bundesstaat Utah erleichterten rund 220 Mormonen mit einem Schneeballsystem um ihr Geld, wie die SEC am Donnerstag mitteilte. Die Geschädigten gehörten wie sie selbst der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an. Vater und Sohn nutzten demnach ihre Kontakte über die Mormonenkirche aus, «um das Vertrauen künftiger Investoren zu gewinnen». Bei einem Schneeballssystem werden Anlegern grosse Investitionsgewinne vorgespiegelt, die aber nur aus Einzahlungen neuer Anleger finanziert werden. Die Jacobsens gaukelten ihren Anlagern etwa über drei Jahre vor, mit ihrem Geld Immobilien zu kaufen und die Häuser dann zu sanieren und zu vermieten. Meist sei das Geld aber nie in Immobilien investiert worden, teilte die SEC mit. Der frühere Starinvestor Madoff war im Dezember 2008 festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines komplexen Pyramidensystems tausende Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar geprellt hatte. 2009 wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt. Im Prozess hatte er gestanden, die ihm anvertrauten Summen niemals angelegt zu haben.

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