Fallen von Internetbetrügern können der Kobik gemeldet werden

MID-Informatik

Wer eine Falle von Internetbetrüger entdeckt oder auf Internetseiten auf verdächtige Inhalte stösst, sollte dies der Kobik melden.

Die Behörde, die quasi die Internetpolizei der Schweiz ist, hat unter www.cybercrime.admin.ch ein einfaches Meldeformular aufgeschaltet. Die Kobik, die eigentlich Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität heisst, wird durch den Bund und die Kantone finanziert. Als Meldestelle ist sie ein Fiebermesser der Vergehen im weltweiten Netz. Sie sammelt Informationen zu Internetvergehen von Pornographie über Spam bis hin zur Wirtschaftskriminalität. Die stärkste Zunahme an Vergehen verzeichnet Kobik dabei im Bereich der Wirtschaftskriminalität. Die Meldungszahl explodierte von 485 Meldungen im Jahre 2008 auf 1059 gemeldete Delikte im vergangenen Jahr. Nur Fälle von harter Pornografie führten 2011 mit 1206 Meldungen zu noch mehr Klagen. Gegen die meist internationale wirtschaftliche Internetkriminalität scheint die Kobik aber machtlos zu sein. Von den 263 Dossiers, welche die Kobik im Jahre 2011 an Strafbehörden übergeben hat, betrafen nur vier das Thema Wirtschaftskriminalität. Die EU will aber demnächst eine internationale Behörde zur Bekämpfung der Internetkriminalität (EC3) ins Leben rufen.

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