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- Deutschland Talanx-Börsengang im zweiten Anlauf gelungen

Frankfurt Dem grössten Börsengang in Deutschland seit beinahe eineinhalb Jahren steht nichts mehr im Wege.

Der Versicherungskonzern Talanx hat den seit rund 15 Jahren erwogenen Sprung an den Aktienmarkt im zweiten Anlauf doch noch geschafft. Die Aktien wurden am Montagabend zu je 18,30 Euro zugeteilt, wie Talanx mitteilte. Damit nimmt Talanx fast 520 Millionen Euro ein. Insgesamt wird der drittgrösste deutsche Versicherer damit mit 4,6 Milliarden Euro bewertet. Zunächst sind aber nur 11,2 Prozent der Anteile im Streubesitz, der Versicherungsverein HDI bleibt mit 82 Prozent Mehrheitseigentümer. Am Dienstag feiert die Aktie von Talanx ihr Debüt an der Frankfurter Börse. «Wir freuen uns über die hohe Nachfrage der Investoren im In- und Ausland nach unseren Aktien», sagte Vorstandschef Herbert Haas. «Die erfolgreiche Platzierung der Aktien zeigt, dass unser Geschäftsmodell und unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vom Kapitalmarkt sehr positiv aufgenommen werden.» Börsengang zunächst abgeblasen Vor drei Wochen noch hatte Haas den Börsengang abgeblasen, weil er von der Resonanz der Investoren und den Versprechen der Banken enttäuscht gewesen war. Doch dann stieg die Hamburger Privatbank Berenberg zum zweiten Konsortialführer neben der Deutschen Bank auf. Sie machte Finanzkreisen zufolge weitreichende Zusagen und versicherte, dass sich die Aktien so teuer verkaufen liessen, dass Talanx mit 4,5 Milliarden Euro bewertet würde. Volumen verkleinert Allerdings wurde das Volumen um 200 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro verkleinert. Weitere 300 Millionen Euro steuert wie geplant der japanische Lebensversicherer Meiji Yasuda Life bei, mit dem Talanx bei der Expansion in Osteuropa und in Südamerika kooperiert. Er tauscht eine Wandelanleihe in rund sechs Prozent der Talanx-Aktien. Letztlich sei das Angebot mehrfach überzeichnet gewesen, teilte Talanx mit. Auf den angestrebten Einzug in den Nebenwerteindex MDax muss Talanx wegen des geringen Streubesitzes allerdings noch warten. Milliardenschwerer Börsengang folgt Talanx ist der erste grosse Börsengang in Deutschland seit über einem Jahr. Im Mai 2011 hatte der Wohnimmobilienkonzern GSW knapp eine halbe Milliarde Euro eingesammelt. Für einen milliardenschweren Börsengang - es wäre der erste in Deutschland seit fast fünf Jahren - soll in dieser Woche der Startschuss fallen: Der spanische Telekom-Riese Telefonica will bis Ende Oktober bis zu 20 Prozent der deutschen Mobilfunk-Tochter O2 an die Frankfurter Börse bringen. Mit den bis zu 1,5 Milliarden Euro, die damit hereinkommen solle, will Telefonica vornehmlich seine Schuldenlast senken.

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