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Energie aus dem Schweizer UntergrundWirksames Rezept gegen Erdbeben

Versuche in einem Stollen im Gotthardmassiv zeigen, dass der Bau eines Geothermiekraftwerks mit geringem Erdbebenrisiko möglich ist. Damit gibt es nach der Pleite in Basel neue Hoffnung für das Projekt im jurassischen Haute-Sorne.

Mitarbeiter von Geo-Energie Suisse bereiten im Bedretto-Stollen das Bohrloch für die Wasserstimulation vor, um etappenweise die Klüfte im Fels zu weiten.
Mitarbeiter von Geo-Energie Suisse bereiten im Bedretto-Stollen das Bohrloch für die Wasserstimulation vor, um etappenweise die Klüfte im Fels zu weiten.
Foto: Geo-Energie Suisse

Tief im Granit des Gotthardmassivs ist ein Ort, der dem Bau eines Geothermiekraftwerks in der Schweiz wieder eine reale Chance geben könnte. Das künstlich erzeugte Erdbeben in Basel vor vierzehn Jahren ist in der Öffentlichkeit bis heute in Erinnerung. Mit Wasserinjektionen unter hohem Druck sollte damals ein Kluftsystem im Untergrund für ein Wärmereservoir erzeugt werden. Das Grundgestein unter der Stadt reagierte aber auf die Spannungen durch die ungestüme Stimulation mit fatalen Erschütterungen. Das Projekt wurde abgebrochen. Die Tiefengeothermie hat seither das Etikett einer gefährlichen Technologie.

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