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MittelamerikaWirbelsturm fordert über 70 Todesopfer

Der 28. Tropensturm der Saison hat in mehreren zentralamerikanischen Staaten eine Spur der Verwüstung hinterlassen – und mehrere Menschenleben gekostet.

Schwere Überflutungen in Honduras: Dort warteten Hunderte auf Hilfe. (5. November 2020)
Schwere Überflutungen in Honduras: Dort warteten Hunderte auf Hilfe. (5. November 2020)
REUTERS

Die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm Eta in Mittelamerika ist auf mehr als 70 gestiegen. Allein in Guatemala schnellte sie auf über 50 hoch, wie Präsident Alejandro Giammattei am Donnerstag mitteilte. Schlammlawinen rund um die Stadt San Cristobal Verapaz hätten etwa 25 Häuser verschüttet. Wegen überfluteter Strassen müssten Helfer sich den Weg zu Fuss zum Unglücksort bahnen. In Honduras bestätigten die Behörden sieben Todesopfer.

Tote wurden auch aus Nicaragua, Costa Rica und Panama gemeldet. In Honduras warteten Hunderte Menschen auf Hilfe, die sich vor den Fluten auf die Dächer ihrer Häuser gerettet hatten. Schnellboote und Hubschrauber sollen die Menschen in den unzugänglichen Gebiete in Sicherheit bringen.

Eta war am Dienstag in Nicaragua als Hurrikan der Kategorie 4 mit Windstärken von 241 Kilometern pro Stunde und starkem Regen auf Land getroffen, bevor sich der Sturm abschwächte.

28. Tropensturm

Das Tiefdruckgebiet bewegt sich nur langsam fort und bringt viel Regen mit. Nach einer ergiebigen Regenzeit in den vergangenen Monaten sind viele Böden allerdings bereits durchnässt und können kaum weiteren Regen aufnehmen. Dadurch steigt die Gefahr von Erdrutschen.

Eta ist der 28. Tropensturm im Atlantik in der laufenden Saison. So viele Tropenstürme gab es bislang nur im Jahr 2005. Die Hurrikan-Saison in der Karibik dauert noch bis zum 30. November. «Eta» dürfte nach der Prognose des US-Hurrikanzentrums nun weiter über Honduras und dann erneut auf die Karibik hinausziehen. Am Wochenende könnte der Tropensturm dann auf Kuba und die Kaimaninseln treffen.

Reuters

1 Kommentar
    Rahel Tanner

    In vielen Gebieten Mittelamerikas oder der Karibik gab es in den letzten Jahren so viel Zerstörung durch Hurrikans, dass die Bewohner keine Zeit mehr haben, ihre zerstörten Häuser wieder aufzubauen. Schon jetzt sind ein Teil der Menschen, die versuchen, in die USA zu fliehen, Klimaflüchtlinge. Ihre Heimat wird derart oft von Stürmen heimgesucht, dass sie diese Heimat verlassen müssen. In naher Zukunft wird der Klimawandel einer der Hauptfluchtursachen werden.