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Migranten wollen niemanden wählen«Wir sehen unsere Haltung durchaus als Protest»

Zwei wichtige Basler Migrantenorganisationen raten ihren Mitgliedern und Sympathisanten, am 25. Oktober bei der Regierungsratswahl leer einzulegen. Damit könnten sie die Wahl entscheidend beeinflussen.

Ismail Algin von «Mitenand» und Abdul Koca vom «Verein Kulturbrücke» empfehlen, im ersten Wahlgang niemanden der Regierungsratskandidatinnen oder -kandidaten zu wählen. Sie wollen damit ein Zeichen setzen.
Ismail Algin von «Mitenand» und Abdul Koca vom «Verein Kulturbrücke» empfehlen, im ersten Wahlgang niemanden der Regierungsratskandidatinnen oder -kandidaten zu wählen. Sie wollen damit ein Zeichen setzen.
Foto: Nicole Pont /Tamedia AG

Ein bisschen Ernüchterung, wenn nicht sogar Frustration ist herauszuspüren, wenn Abdul Koca vom Basler «Verein Kulturbrücke» sagt: «Die Politik hat unsere Anliegen seit Jahren nicht wahrgenommen, ebenso die Behörden.» Koca rät zusammen mit Ismail Algin von der anderen wichtigen Migrantenorganisation Mitenand ihren Mitgliedern und Sympathisanten, bei der kommenden Regierungswahl vom 25. Oktober leer einzulegen. Das heisst: zwar wählen zu gehen, aber keine der Regierungsratskandidatinnen oder -kandidaten zu unterstützen. Damit sollen möglichst viele in den zweiten Wahlgang gezwungen werden, weil sich durch viele Leerstimmen das absolute Mehr – die Zahl der benötigten Stimmen – erhöht.

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