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Kolumne Hans Ulrich ObristWir leben zu kurzfristig

Was wir vom Bau einer Kathedrale lernen können und fünf weitere Wege zu mehr Weitsicht bei unseren Handlungen.

Sagrada Familia in Barcelona, Beispiel von «Anti-Kurzfristigkeitismus»: einen Bau zu beginnen, von dem die Planer wissen, dass sie die Fertigstellung nicht erleben werden.
Sagrada Familia in Barcelona, Beispiel von «Anti-Kurzfristigkeitismus»: einen Bau zu beginnen, von dem die Planer wissen, dass sie die Fertigstellung nicht erleben werden.
Foto: Geraint Rowland Photography/Getty Images

Die Pandemie, welche die Welt heimsucht, zwingt uns, kurzfristig und rasch zu reagieren. Das muss so sein, denn alles andere würde in eine Katastrophe münden. Eine noch viel grössere Katastrophe prophezeit allerdings der australische Philosoph Roman Krznaric in seinem Buch «The Good Ancestor» für den Fall, dass wir immer nur kurzfristig handeln. Wenn Politiker, wie er beklagt, immer nur an die nächste Wahl, wenn Wirtschaftsführerinnen immer nur an die nächste Aktionärsversammlung denken, dann geht das zulasten der kommenden Generationen, also Milliarden von Menschen, die mit den Folgen unserer Handlungen und Nicht-Handlungen leben müssen. Krznaric sieht darin ein gewaltiges Problem und zeigt sechs Wege aus dem short-termism, wie er es nennt, dem Kurzfristigkeitismus.

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