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«Wir hatten immer schon Tiefgang»

Will sensibilisieren. Der 68-jährige Klaus Eberhartinger bei einem Abschiedskonzert in Fehring, Österreich.

BaZ: Herr Eberhartinger, die laufende Tour heisst «Abschiedstour, die Erste». Wie viele sollen es denn werden?

Wobei Ihnen die Fans den Ruhestand missgönnen: In Pratteln etwa musste nach dem ausverkauften Konzert im Februar ein Zusatzkonzert gebucht werden …

Was machen denn die «sechs Greise», der Ausdruck findet sich in der Bandbio, fortan mit der freien Zeit?

Auch musikalisch?

Mit welcher Absicht?

Die beiden Stützpfeiler der EAV werden aufs Alter hin seriös?

Doch auf dem aktuellen Abschiedsalbum zeigen Sie diese Seite ausführlicher.

Sie sehen sich als Künstler in der Pflicht?

Deutlich ist etwa der Videoclip zum Song «Am rechten Ort»: Man sieht ausgemergelte Kinder, Leichenhaufen im KZ und eine Enthauptung. Das ist harter Stoff.

Täuscht der Eindruck oder fühlte sich die EAV nie ganz wohl mit ihrem Image als Ulk-Band?

Das klingt nun fast, als ob sie «Märchenprinz», «Ba-Ba-Banküberfall» oder «Küss die Hand, schöne Frau» bereuen.

Es gibt also keine neuen Themen?

Also liegen die Probleme doch in der Ferne?

Sie zitieren einen Songtitel der EAV. Man könnte einer Ihrer bekanntesten Songzeilen anfügen: «Das Böse ist immer und überall».

Sie sprechen den vielerorts aufkeimenden Nationalismus an?

Und der wäre?

Blöd schauen dürfte auch der eine oder andere Leser, der von Ihnen keine politischen Abhandlungen erwartet hätte …

Und die nutzt sich für die Band dann auch mal ab?

Was uns zurückführt zum Titel der Abschiedstour. Das beigestellte Motto heisst «1000 Jahre EAV». Kamen Ihnen die letzten 38 Jahre je wie eine gefühlte Ewigkeit vor?