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Ex-UNO-Botschafterin«Wir hätten nicht auf Trump hören sollen»

Nikki Haley bricht als eines der wenigen prominenten Mitglieder der Republikanischen Partei öffentlich mit Ex-Präsident Donald Trump.

Donald Trump bei einem Treffen im Oval Office mit Nikki Haley im Oktober 2018.
Donald Trump bei einem Treffen im Oval Office mit Nikki Haley im Oktober 2018.
Foto: Evan Vucci (Keystone)

Die frühere amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley bricht als eines der wenigen prominenten Mitglieder der Republikanischen Partei öffentlich mit Ex-Präsident Donald Trump.

«Er schlug einen Weg ein, den er nicht hätte gehen sollen – und wir hätten ihm nicht folgen und nicht auf ihn hören dürfen», sagte Haley in einem Interview der Website «Politico». «Und wir dürfen nicht zulassen, dass so etwas jemals wieder passiert.»

Die 49-jährige Haley, die auch Gouverneurin des Bundesstaates South Carolina war, gilt als mögliche Kandidatin der Republikaner bei der Präsidentenwahl 2024. Ihre klare Kritik ist bedeutend: Viele Wähler der Republikaner stehen nach wie vor zu Trump. Sein Umfeld drohte bereits republikanischen Kongressabgeordneten und Senatoren, die sich gegen ihn stellen, gegen sie Trump-freundliche Gegenkandidaten aufzustellen.

Haley verurteilte speziell, dass Trump seinen Vizepräsidenten Mike Pence am 6. Januar kritisierte, während seine Anhänger im erstürmten Kapitol «Hängt Mike Pence» riefen und nach ihm suchten. «Das widert mich an.» Zugleich versuchte Haley, das Verhalten ihres «Freundes» Trump zu erklären: «Wie ich das verstehe, glaubt er aufrichtig, dass ihm Unrecht zugefügt wurde.» Sie verglich Trump mit jemandem, der sage, dass Gras blau sei. «Wenn jemand keine Farben unterscheiden kann und das wirklich glaubt, ist das unverantwortlich?»

SDA

32 Kommentare
    andreas abplanalp

    Wenn sich die Republikaner in den USA in ihrer Mehrheit nicht ENDLICH von DT lossagen können, müsste diese "Partei" dasselbe Schicksal wie die ehemalige NSDAP in Deutschland erleiden, indem sie als verfassungsfeindlich verboten, geächtet und ihre Mitglieder international polizeilich verfolgt werden müssten.