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Über Seuchen und TodWir haben jede Beziehung zum Sterben verloren

Der Basler Schriftsteller Hansjörg Schneider erinnert sich an frühere Schicksalsschläge und Zeiten, als man die Leichen noch aufgebahrt hat.

Hansjörg Schneider im Kannenfeldpark, Mitte März 2020.
Hansjörg Schneider im Kannenfeldpark, Mitte März 2020.
Foto: Kostas Maros

Ich soll hier etwas schreiben über die Frage, ob ich mir als alter Mann in Zeiten des Coronavirus diskriminiert vorkomme. Meine Antwort: Selbstverständlich werde ich diskriminiert. Zum Beispiel von meinem linken Knie, das mich zunehmend boykottiert. Von meinem rechten grossen Zeh. Von meinem Herz, das nur noch dank täglicher Pilleneinnahme funktioniert. Gegen solche Dienstverweigerung protestiere ich mit allem Nachdruck.

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