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Polizeivorsteher Baschi Dürr«Wir bedauern das Bild, das am 1. Mai abgegeben wurde»

Trotz Covid-Versammlungsverbot zogen am Tag der Arbeit Hunderte linke Demonstranten unbehelligt durch Basel. Sicherheitsvorsteher Dürr räumt nun Fehler in der Lagebeurteilung ein.

Selbstkritisch: Regierungrat Baschi Dürr (FDP) will Demonstrationen  während der Corona-Krise künftig verhindern.
Selbstkritisch: Regierungrat Baschi Dürr (FDP) will Demonstrationen während der Corona-Krise künftig verhindern.
Archivbild: Keystone

Herr Dürr, können Sie uns erklären, warum in allen Schweizer Städten 1.-Mai-Kundgebungen im Keim erstickt wurden, in Basel aber mehrere Hundert Personen trotz Versammlungsverbot durch die Stadt ziehen konnten?

Die Einsatzleitung der Polizei muss bei jeder Veranstaltung das richtige Vorgehen individuell einschätzen. Nach einer Gesamtabwägung kam sie am 1. Mai zum Schluss, nicht sofort zu intervenieren. Eine Eskalation mit Personen- und Sachschäden sollte auf diese Weise vermieden werden. Zudem bestand die Gefahr, dass sich Teilgruppierungen von Demonstranten bilden, die sich in der Stadt verteilen und mit der Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel beginnen. Aus diesem Grund wurde entschieden, den Demonstrationszug ziehen zu lassen, am Schluss aber konsequent zu büssen: Es wurden rund 50 Personen verzeigt, unter anderem wegen Verstosses gegen die Covid-19 Verordnungen des Bundes.

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