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Diversity bei Netflix und Co. Willkommen im neuen Aufklärungsfernsehen

In Serien wie «Bridgerton» und «The Flight Attendant» erklären die Figuren ständig, dass sie diskriminiert werden. Als hätten wir es nicht kapiert.

«Bridgerton» auf Netflix ist auch in der Schweiz ein grosser Erfolg.
«Bridgerton» auf Netflix ist auch in der Schweiz ein grosser Erfolg.
Foto: Nick Briggs (Netflix)

Eine Technik aus dem Theater ist das Beiseitesprechen: Ein Schauspieler wendet sich ans Publikum, während die anderen so tun, als merkten sie es nicht. Die Praxis, die schon der griechische Chor und William Shakespeare anwandten, nutzte etwa auch die US-Sitcom «The Office», und manchmal hat man das Gefühl, diese Art von Anrede werde heute überall eingesetzt. Weshalb es so wirkt, als würden viele Figuren in Serien und Filmen nicht mehr miteinander sprechen, sondern direkt zu uns.

Beispiel Netflix-Hit «Bridgerton». In diesem Mix aus Regency-Romanze und Seifenoper soll Daphne auf Drängen ihres Bruders einen schmierigen Verehrer heiraten, interessieren tut sie sich aber für den Duke of Hastings. Eine Frau auf dem Heiratsviehmarkt, die aus den Zwängen ihrer Zeit ausbrechen will. Man hat es schnell kapiert.

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