Zum Hauptinhalt springen

SehenswertWie man mit einem Strich die Welt verändert

Der US-Künstler Julian Schnabel hat die Malerei gerettet, als sie schon totgesagt war. Ein exklusives Kunstbuch erzählt jetzt von seinem extravaganten Leben und Werk. Eine Retrospektive, wie sie derzeit kein Museum leisten kann.

«Large Girl with No Eyes», 2001.
«Large Girl with No Eyes», 2001.
Foto: © Julian Schnabel, Pro Litteris

Dies ist ein kostbares Buch. Es umfasst ein halbes Jahrhundert Kunst, ein halbes Jahrhundert Popkultur, ein halbes Jahrhundert Film und Literatur, ein halbes Jahrhundert New York, es verrät einiges über Amerika, aber mehr über das West Village im hippsten Teil Manhattans. Es ist ein Buch über die Freundschaft, ein Buch über die Einsamkeit und eines, das beweist, dass manche Stars unendlich viel Familiensinn zu verschwenden haben, obgleich sie mehrfach verheiratet waren, oder vielleicht gerade deshalb.

Dies ist ein Buch über das extravagante Leben und kostbare Werk von Julian Schnabel. Über einen Mann, der anfing zu malen, als die Malerei soeben von allen für tot erklärt wurde, zumindest von den hippen Leuten, und der einfach unbeirrt weiter malte, der die ganze lange Kunsttradition seit der Antike aufsog und, wenn nicht auf Leinwand, dann auf Scherben, Planen, Häute fliessen liess. Bis dann auch die hippen Leute in der New Yorker Kunstszene merkten, dass die Malerei wohl doch noch nicht gestorben war.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.