Zum Hauptinhalt springen

Soziale NotWie man als Obdachloser überlebt

Benno Frickers Jugend verlief in normalen Bahnen. Dann verlor er Job und Wohnung. Er erzählt, wie er vier Jahre lang im Freien schlief – im Solitude-Park und unter Brücken, mitten in Basel.

«Irgendwann hatte ich die Nase voll»: An diesem Plätzchen unter einem Baum im Solitude-Park verbrachte der ehemalige Obdachlose Benno Fricker zahlreiche Nächte.
«Irgendwann hatte ich die Nase voll»: An diesem Plätzchen unter einem Baum im Solitude-Park verbrachte der ehemalige Obdachlose Benno Fricker zahlreiche Nächte.
Foto: Nicole Pont

«Hier», sagt Benno Fricker und zeigt auf eine Stelle am Boden, «hier habe ich jeweils geschlafen.» Ein ironisches Lächeln huscht über sein Gesicht: «Dieser Ort war sozusagen mein Schlafzimmer.» Das Schlafzimmer hatte weder Heizung noch Bett, weder Matratze noch Nachttischchen.

Fricker, bis vor einem Jahr obdachlos, pflegte jahrelang unter einer grossen, alten Tanne mitten im Solitude-Park zu nächtigen. Wenn er den Kopf aus seinem Schlafsack streckte, sah er nur zweihundert Meter entfernt die Lichter der Roche-Hochhäuser. Sie wuchsen nach oben, in den Himmel, während Fricker in seinem Leben ganz unten angekommen war.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.