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-minus SommersprossenWie gut kennen Sie die versteckten Nischen von Basel?

Stadtoriginal -minu zeigt uns 35 seiner Lieblingsplätze und -geschichten. Wer jede Sprosse errät und am Ende den Lösungsspruch weiss, dem winken ganz spezielle Basler Preise.

Zusammen mit den Fotografen ist Kolumnist -minu durch die Stadt gezogen und hat nach 35 kleinen Besonderheiten gesucht. Gehen Sie mit auf die Jagd, notieren Sie den Lösungsspruch und schicken Sie ihn zum Schluss an gewinnen@baz.ch oder per Postkarte an Basler Zeitung / Sommersprossen / Postfach / CH - 4002 Basel.

LIVE TICKER BEENDET

Nummer 35

Die 35. Sprosse. Und das Finale!

Heute also setzen wir den Schlusspunkt zum Sprossensommer 2020 – einem speziellen Sommer. Einer speziellen Zeit.

Die Sommersprossen haben wie eh und je die Bebbi durch ihre Sommerstadt geführt und ein bisschen Normalität in unsere Ferien gebracht. Zum Schluss nehmen wir Sie mit in die Rittergasse – der Spazierweg durch die alte Edelstrasse mit den Patrizier-Häusern lohnt eh immer den Weg zur Pfalz.

Wenn wir dann vor dem eleganten Eingang bei der Nummer 27 stehen und vis-à-vis in einen Garten gneissen, so sehen wir eine lustige Figur. Die alten Basler in diesem Viertel nennen sie «dr platzti Glepfer» – und tatsächlich erinnert ihr Oberteil an das Beinespreizen der Cervelats am Stecken über dem Waldfeuer.

Geschaffen hat die Plastik ein Schweizer Maler und Bildhauer mit Namen Meyer. Seine Werke wurden in der ganzen Welt ausgestellt – von New York bis Wien, von Amsterdam bis Basel.

Unsere letzte Sprossenfrage: Wie heisst der 62-jährige Künstler, der in Basel lebt, mit Vornamen? Davon suchen wir den letzten Buchstaben.

Und das ist ein: …

ABER HALLO! WIR HABENS GESCHAFFT!

Die 35 Buchstaben der letzten sechs Wochen ergeben den Sommersprossensatz 2020. Schicken Sie ihn per Mail an: gewinnen@baz.ch – unter dem Kennwort SOMMERSPROSSEN.

Oder schreiben Sie ihn auf eine Postkarte. Und senden ihn an:

Basler Zeitung

SOMMERSPROSSEN

Postfach

CH – 4002 Basel

Einsendeschluss ist der 15. August. In der Mittwochzeitung vom 19. August und auf www.baz.ch können Sie dann die Gewinner sehen. Und wir hoffen doch sehr, dass Sie das sein werden.

Ganz herzlichen Dank fürs Mitsprösseln. Und bleibt gesund – bis zum nächsten Jahr.

Nummer 34

Die alte Villa ist wunderschön. Barockes Basel. Elegant geschwungenes Portal. Und ein Hauch von Noblesse.

Bis anhin (und wenns nach Plan geht, noch bis nächstes Jahr) ist das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut in diesem Gebäude an der Socinstrasse beheimatet. Bald aber wird es ins «Belo Horizonte», also in den neuen Bau im Bachgraben-Quartier auf Allschwiler Boden, umziehen.

Das neue Institut wird dort rund 1000 Arbeits- und Forschungsplätze unter einem Dach haben – und wesentlich zur aufblühenden «Lifesciences-Marke» des Bachgraben-Quartiers beitragen.

Zurück in die gemütliche Socinstrasse – und zum alten Tropeninstitut (dieses wird übrigens auch nach dem Bezug im Bachgraben hier in der Stadt für Tropen- und Reisemedizin das alte Barocktor offen halten): Ein prächtiger Baum im Vorgarten hat der alten Villa vor vielen Jahrzehnten den Namen gegeben. Diesen Namen kann man noch heute in Stein gehauen entdecken – den Nadelbaum im Vorgarten ebenfalls.

Wir suchen nach seinem dritten Buchstaben – wobei der Umlaut in zwei Buchstaben geschrieben wird.

Und der gesuchte Buchstabe ist somit ein: …

Damit ist der Sprossensatz klar.

Schreiben Sie ihn uns per Mail an: gewinnen@baz.ch

Oder auf einer Postkarte an:

Basler Zeitung

SOMMERSPROSSEN

Postfach

CH – 4002 Basel

Einsendeschluss ist der 15. August. Am Mittwoch, 19. August, werden der Hauptgewinner oder die Hauptgewinnerin sowie fünf Glückspilze, die je einen Delikatessen-Korb gewonnen haben, in der BaZ oder auf www.baz.ch veröffentlicht.

NICHT VERGESSEN – ES WARTET EIN WEEKEND IM HOTEL LES TROIS ROIS!

Wir drücken alle Daumen!

Nummer 33
Foto: Florian Bärtschiger

Sind es männliche Seejungfrauen? Oder virile «Meeresjumpfern»?

Jedenfalls: Sie haben zwei Fischschwänze. Und wir wissen alle, dass die zweischwänzige Seejungfrau die Heilige aller Fischer ist. Ihr Glücksbringer. Und die Retterin bei Sturm und Blitz.

Unsere Sprossen-Meermänner entdecken wir an der Fassade eines Basler Hauses, das für eine Bar berühmt war. Und immer noch berühmt ist.

Früher hat man hier zum Apéro geschwoft – abends sind ein paar Tanzmädchen aufgetreten. Und viele Männer haben an der Bar mit den Mädchen Champagner gekübelt und das recht harmlose Nachtleben in unserer Stadt genossen.

Das Skurrile: Im Parterre des Dancings zelebrierte das Ehepaar, das oben die Bar mit den Tänzerinnen führte, ein erstklassiges Restaurant. Der Gourmet-Führer «Michelin» zeichnete diese «Locanda» gar mit einem Stern aus – zu einer Zeit, als nur Genf und Basel in den roten Fress-Bibeln von Paris aufgenommen worden waren. Die übrige Schweiz kaute noch am Cervelat – zumindest an der Limmat. Deshalb redet man heute noch von der Zürcher Cervelat-Prominenz.

Nun zu unserer Frage: Wie hiess das Dancing mit den Meeresjungmännern? Wie heisst das Haus?

Wir suchen nach dem ersten Buchstaben.

Und das ist ein: …

Fast geschafft. Puzzeln Sie alle Sprossen zusammen. Reihen Sie die Buchstaben aneinander – et voilà: Die Lösung liegt schon fast klar vor Ihnen.

DER AUFWAND LOHNT SICH. IMMERHIN LOCKT DEM SPROSSEN-KÖNIG ODER DER SPROSSEN-KÖNIGIN 2020 EIN MAJESTÄTISCHES WEEKEND IM HOTEL LES TROIS ROIS.

Und wenn Sie den Sprossensatz schon wissen: Schreiben Sie ihn – natürlich mit dem Kennwort SOMMERSPROSSEN –auf eine Postkarte. Und schicken sie die an:

Basler Zeitung

SOMMERSPROSSEN

Postfach

CH – 4002 Basel

Oder einfach per Mail an: gewinnen@baz.ch

Einsendeschluss ist der 15. August – am 19. August werden die glücklichen Gewinner im Mittwochsblatt oder auf www.baz.ch publiziert.

Bonne Chance!

Nummer 32

Auch heute suchen wir nach einem Schild. Kaum einer beachtet es. Versteckt liegt es unter einer Terrasse. Und hätte nicht der beliebte Stadtführer Roger Jean Rebmann alias Grabmacherjoggi unseren Stadtjäger Dominik Heitz während einer Führung (und die Grabmacherjoggi-Führungen sind immer ein Highlight) auf das unscheinbare Haus und die Geschichte hier aufmerksam gemacht – die Leute würden wohl noch immer achtlos am Schild vorbeigehen, das man beim Claragraben angebracht hat (dort, wo die Strasse in die Riehentorstrasse einmündet). Dominik Heitz hat eine seiner Stadtjäger-Geschichten darüber geschrieben. Und einen einstigen Basler Mediziner und Oberst so posthum geehrt.

Nun also zur Sprosse 32. Das Haus ist unscheinbar – der Ort jedoch nicht. Hier wohnte also dieser weit über die Schweiz hinaus berühmte Mediziner und Militäroberst. Der Arzt war bei den Kleinbaslern wegen seiner offenen, sozialen Art sehr beliebt – so war er nicht nur Meister bei der Zunft zum Goldenen Sternen, sondern auch Schreiber bei der Kleinbasler Ehrengesellschaft zum Greifen.

1856 wurde unser Spross hier geboren, wo die Tafel später zu seinen Ehren angebracht wurde. Im Ersten Weltkrieg berief ihn der Bundesrat als jungen Divisionsarzt in die Direktion des Schweizerischen Roten Kreuzes. 1914 wurde er Rot-Kreuz-Chefarzt – später auch neun Jahre lang Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes.

Unermüdlich hat er sich für die kranken und verletzten Soldaten sowie die Flüchtlinge während der Kriegszeit eingesetzt – 1920 hat ihm die medizinische Fakultät unserer Stadt dafür den Ehrendoktor verliehen. Und 1932 hat die Basler Regierung also zu seinem Gedenken die Tafel im Kleinbasel angebracht.

Wie heisst der berühmte Militäroberst? Wir suchen nach seinem Vornamen. Und davon den zweiten Buchstaben.

Das wiederum ist ein: …

Nummer 31

Heute wieder mal auf den Märt. Und zwar zu diesem speziellen Haus mit der Nummer 7.

Ok – es ist gar nicht so besonders. Zumindest auf den ersten Blick. Da zeigt sich zwar ein wunderbares Schaufenster, aber dahinter werden schnöde Banknoten gebunkert. Und man kann sich den Ferienbatzen aus Automaten rausspucken lassen.

Dennoch – auf den zweiten Blick offenbaren uns die Fassade und auch das Schaufenster mit der eingelegten Kartoffel-Umrahmung (oder sind es Steine?) doch einige spezielle Momente. Erinnerungen. Und ein paar Worte Geschichte.

Ein paar dieser Geschichtsbrocken kann man auf einer kleinen Tafel an der Hauswand lesen.

Im Haus mit dem Eierornament befand sich einst das gesuchte Geschäft.
Im Haus mit dem Eierornament befand sich einst das gesuchte Geschäft.
Foto: Kostas Maros

Die Erinnerungen an diesen Ort, mitten in Basels Herz-Zone, gehen ins Jahr 1345 zurück – damals wurde die Liegenschaft nämlich erstmals urkundlich erwähnt. Die Hütte hiess «zur fetten Henne!» Und wenn man bedenkt, dass sie nur sechs Därtli von Schoggis-S und Pralinés entfernt liegt, wäre der Name zur Corona-Zeit auch heute noch aktuell. Allerdings müssen wir einmal mehr betonen: Pralinen machen nicht fett. Sondern glücklich.

1910 WURDE DAS HEUTIGE SPROSSEN-GEBÄUDE UMFUNKTIONIERT – UND ZWAR ALS VOLKSMAGAZIN. BESITZER WAR VICTOR METTLER.

1928 aber verkaufte Mettler das Haus an einen Basler mit Vornamen Fritz. Das war ein agiler Geschäftsmann – vorwiegend in der Eisenwaren-Branche zu Hause. Und dieser Fritz eröffnete nun mitten auf dem Märt ein Geschäft, in dem die Bebbi einfach alles kaufen konnten: vom Nagel und Hammer über Tassen und Geschirr bis zu Putzeimern und Wäscheklammern.

1985 hörte Fritz mit seinem Geschäft beim Märt auf – unter dem lauten Lamento aller Bebbi: «Wider e Basler Gschäft weeniger …»

DIE ARCHITEKTEN SARASIN UND MÜLLER HABEN DAS HAUS SCHLIESSLICH UMGEBAUT – DAMALS FÜR DEN SCHWEIZERISCHEN BANKVEREIN.

Nun zur Sprossenfrage: Wie hiess das damalige Eisenwaren- und Haushaltsgeschäft? Oder eben: Wie war der Nachname von Fritz?

Wir suchen den ersten Buchstaben.

UND DAS IST EIN: …

Nummer 30

Wenn die Ferien langsam zu Ende gehen, startet der Herbst. Und damit auch die Herbstmesse in Basel.

HÄTTE. KÖNNTE. KANN ABER NICHT!

Die Messe ist abgesagt – aber einige Events werden dennoch steigen. Denn sicher ist: Ein Jubeljahr feiert unsere Herbstmesse 2020 auf jeden Fall. Denn genau vor 550 Jahren wurde die Basler «Mäss», wie sie hier simpel heisst, erstmals durchgeführt.

Früher wurde das grosse Ereignis jeweils vom Rathaus-Balkon aus ausgerufen. Das war am Sabinentag. Und noch bis 1926 wurde die Basler Mäss an jenem Tag, also am 27. Oktober, gestartet. Seit 1927 aber fällt der Messe-Anfang auf den Samstag vor dem 30. Oktober – heuer also wäre es der 24. Oktober.

Die Messe wird um 12 Uhr mittags (und nicht, wie viele immer wieder glauben, um elf Uhr) gestartet. Der «Mässglöggner» zieht am Strick und lässt die Glocken der Martinskirche läuten. Zu diesem Ereignis werden immer Honoratioren aus der Region und der Stadt eingeladen.

Nach dem «Yylüte» bekommt der Glöckner den traditionellen Handschuh der Stadt geschenkt – und streckt diesen auch zum kleinen Turmfensterchen hinaus. Den zweiten «Mässhändsche» bekommt er nach dem «Usslüte» dann per Post zugeschickt.

Seit einigen Jahrzehnten fungiert ein stadtbekannter Ex-Primmeli-Lehrer, der viele Jahre auf dem Münsterplatz gewirkt hat, als Mäss-Glöckner. Der Mann ist ein grosser Stadt- und Fasnachtskenner. Überdies hört man ihn am Radio als Fussballreporter – bei Telebasel wiederum bringt er als Moderator den Morgestraich jeweils live in alle Welt.

Die Montagsfrage also: Wie heisst unser Mäss-Glöckner?

Wir suchen seinen Vornamen. Davon den vierten Buchstaben.

UND DAS IST EIN: …

Damit hätten wir die letzte Sprossenwoche in Angriff genommen – und das zweitletzte Sprossenwort zu Ende gebracht.

Nummer 29

Unsere heutige Sprosse führt ins Oekalampad-Quartier. Man findet hier nicht nur die reformierte Backstein-Kirche mit dem goldenen «Güggel» auf dem Turm. Da ist auch das neu gestaltete «Oek-Pärkli» – oder einfach nur «d Aalaag», wie wir Quartier-Binggis den einstigen Fussballplatz mit den Bänkchen unter den Bäumen und dem plätschernden Brunnen, der unser Ferien-Pool wurde, nannten.

Auf dem Brunnen ist eine Frau – auf der Hand trägt sie eine Taube. Die kleine Grünanlage mit dem Pavillon und den verschiedenen Kletter-Steinen (das Ganze ist der einstigen Kiesgrube hier nachempfunden) ist eine kleine Ferien-Oase auf 7000 Quadratmetern für alle Daheimgebliebenen.

Das Tram Nummer 6 führt einen zum Allschwilerplatz. Wir gehen die Allschwilerstrasse runter und stossen (in Richtung Brausebad) linkerhand auf eine kleine Strasse. Unscheinbar. Aber eben doch typisch für das Quartier. Parallel zum gesuchten Strässchen, bei dem man auch wunderbar koreanisch schlemmen kann, parallel also findet man die Palmenstrasse mit ihren schönen Jugendstil- Häusern.

Bronze-Skulptur von zwei Kindern auf einem Bänkli.
Bronze-Skulptur von zwei Kindern auf einem Bänkli.
Foto: Nicole Pont

Doch nun zum Sprossen-Strässchen. Auf einer Bank sitzen hier zwei Kinder – der Bub und das Mädchen sind in Bronze gegossen. Die Kinder geniessen die Ferienzeit – und lesen ein Buch. Da gibt es kein Videogame, kein i-Phone, keine SMS-Klicks – einfach ein Buch.

Irgendwie rührt die Szene den Betrachter. Wo finden wir heute noch Bücher lesende Kinder auf einem Bänkchen? HIER ALSO!

Von dem Sprossensträsschen suchen wir den dritten Buchstaben.

UND DAS IST EIN: …

Damit starten wir ins Wochenende. In den August. Und sind so bereits beim siebten Sprossenwort. Das Wort wird zwei Buchstaben haben.

Nummer 28
Foto: Dominik Plüss

Wir geniessen den Donnerstag beim Spiel der Figuren in Tinguelys Fasnachtsbrunnen. Vor der wuchtigen Serra-Plastik machen wir Witzlein über «das teuerstes Pissoir der Stadt». Und wir lassen unsern Blick schweifen: rauf zum Elisabethenturm und dann in den Kunsthalle-Garten mit seinen Kastanienbäumen – ganz klar: Der Basler Theaterplatz hat etwas Spezielles. Und ist ein Treffpunkt von Jung und Alt.

Allerdings – seit den Sanierungsarbeiten am Theater fehlt etwas: diese wunderbare Leiter, die uns alle himmelwärts führt. Zu den Sternen – hier aber vor allem: zum Mond. Denn die Sprossen führen tatsächlich zum Mond.

Man muss sagen: Die Sprossen führten. Im Mai wurde das Kunstwerk wegen der anstehenden Bauarbeiten entfernt. Erst im Herbst soll die «Grosse Mondleiter» wieder beim Eingang installiert werden – dann, wenn die Bau- und Renovierungsarbeiten vorbei sind.

Das Kunstwerk wurde 1980 erschaffen. Drei Jahre später hat es die damalige Bankgesellschaft erworben und der Stadt geschenkt. Seither erfreuen sich die Basler daran.

Unsere Sprossenfrage nun: Wer hat die «Mondleiter» geschaffen? Der Künstler, er ist in Allschwil geboren, hat eine Steinmetzlehre absolviert, half später bei der Restaurierung des Basler Münsters mit und war auch Lehrer für Bildhauerei. Der Künstler hat dann 1982 den Kunstpreis des Kantons Baselland erhalten. Und immer wieder mit seinen Werken an Einzelausstellungen Furore gemacht.

Heute wohnt er mit seiner Frau in Schönenbuch – und wartet, wie wir alle, darauf, dass die Menschen bald wieder vor seiner Leiter von den Sternen und dem Mond träumen können.

Wie also heisst der Künstler? Wir suchen seinen Vornamen. Und davon den ersten Buchstaben.

Und das ist ein: …

Nummer 27

Heute der alljährliche Sprossen-Zolli-Spaziergang! Gehört einfach dazu – so, wie der Zolli zu Basel gehört: Er ist die kleine Grünoase mit dem Safari-Ferien-Feeling quasi.

Seit letztem Dezember leben drei Exemplare dieser neuseeländischen Papageienart im Zolli.
Seit letztem Dezember leben drei Exemplare dieser neuseeländischen Papageienart im Zolli.
Foto: Zoo Basel

Wir suchen also Papageien auf. Man findet sie nahe beim Nagerfelsen, wo allerdings keine Nager mehr sind – also in der ehemaligen Eulenburg. Unser gesuchter Papagei ist das Genie unter seinesgleichen. Gleich drei dieser Art (ein Weibchen und zwei Männchen) sind letzten Dezember hier in Basel angekommen. Zum letzten Mal hat man diese Papageien-Genies vor 30 Jahren in unserem Zolli bewundern können.

Die einstige Eulenburg ist für die drei Vögel ganz speziell umgebaut worden. Dabei wurde berücksichtigt, dass die kälteliebenden Bergpapageien zwar fliegen können, sich aber grösstenteils auf dem Boden fortbewegen. Beim Suchen nach Futter benützen die intelligenten Vögel Werkzeuge wie Äste und Drähte, die sie sich zurechtbiegen.

Unsere Sprossen-Papageien sind sehr zutraulich. In ihrer Heimat, in den Südalpen der Westküste von Neuseeland, nähern sie sich Wanderern und Bergsteigern bis auf wenige Schritte. Die Papageien leben auf einer Höhe zwischen 500 und 2500 Metern.

Nun zur Sprossenfrage: Ihr kreischendes Rufen hat den gescheiten Vögeln den Namen gegeben – im Ruf hört man den nämlich. Also genau zuhören! Oder die Informationentafel lesen.

Wie heisst der Papagei? Wir suchen den zweiten Buchstaben.

Und das ist ein: …

Nummer 26

Basel hat wunderbare Pärke. Wunderbare Brunnen. Und bietet so immer einen Moment der Sommeridylle.

Die Dienstags-Sommersprosse bringt uns in einen Park. Von hier führt ein schattiger Spazierweg bis zu einem kleinen Kirchlein. Das Kirchlein steht auf einem Hügel – wenn in Basel Schnee liegt, schlitteln die Kinder da runter. Und im Sommer kann man mitunter Kühe im Gras weiden sehen.

Florian Bärtschiger

Das Kirchlein und der Hügel tragen denselben Namen wie der Park. Auf dem Hügel soll einst eine von drei Schwestern gewohnt und den andern zwei jeweils nachts mit Laternenlicht Zeichen gegeben haben.

Wer den Park betritt, stösst auch auf einen Brunnen, in dem sich die Lorelei von Fischen anspritzen lässt. 1955 hat die Nixe hier zum ersten Mal die Besucher begrüsst. Ein Schweizer Bildhauer mit Vornamen Peter hat das Kunstwerk geschaffen. Er starb vor vier Jahren in Allschwil.

Der Nachname des Künstlers – man entdeckt ihn auf der Tafel beim Lorelei-Brunnen – beginnt mit demselben Konsonanten wie der Park, in dem man den Brunnen findet.

Und das ist ein: …

Nummer 25
Bild: Kostas Maros
Bild: Kostas Maros

Zum Wochenbeginn geht es um eine Ärztin – und um anthroposophische Medizin.

Die Gynäkologin, nach deren Namen wir suchen, hat Medizin-Geschichte geschrieben – und zwar in unserer Region. Geboren ist sie am 22. Februar 1876 in Karawang, im damaligen «niederländischen Indien».

Ita – so hiess die angehende Frauenärztin mit dem zweiten Vornamen (ihr erster ist Maria) begann in Zürich ihr Medizin-Studium und eröffnete hier auch bald ihre eigene Praxis. Sie lernte Rudolf Steiner kennen – und legte mit ihm zusammen die Grundsteine zur anthroposophischen Medizin.

1920 kam Ita als Gynäkologin nach Basel. In Arlesheim erstand sie ein Grundstück für ihr geplantes Sanatorium – ein Jahr später eröffnete sie dort ihre Klinik, die bis heute Weltruf hat.

Mit Steiner begann sie eine Liebesbeziehung, die ihr nach dessen Tod den Rausschmiss aus der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft einbrachte. 1948 wurde sie wieder rehabilitiert – und der Ausschluss aufgehoben. Das war dann allerdings postum. Denn Ita starb 1943 während eines Arztbesuchs in Arlesheim. Die Urne wurde nach Brissago in ihre Privat-Kapelle gebracht.

Die Ärztin, die sich überall und immer auch sozial einsetzte, kann man heute in Bronze an einer Gedenktafel in Basel bei der Schifflände an jener Hauswand sehen, in dessen Gebäude sie zu Beginn in Basel praktizierte. Genauer: Name und Geschichte sind kaum eine Fastenwähe von der Confiserie Bachmann entfernt an der Hauswand aufzuspüren.

Nun zu unserer Frage: Wie heisst die anthroposophische Ärztin mit Nachnamen?

Wir suchen den vierten Buchstaben (es ist übrigens derselbe Nachnamen, den auch die Les-Trois-Rois-Direktorin gleich vis-à-vis trägt)

Und der vierte Buchstabe ist ein: …

Nummer 24

Unser Samstags-Sprossen-Waggis schwenkt die Fahne zum Wochenende. Und freut sich mit dem Schweizer Kreuz bereits auf den Nationalfeiertag.

DER ERSTE AUGUST KOMMT BALD – UND MIT IHM EINE GEWISSE UNSICHERHEIT IM SCHWEIZER HERZEN: Wie soll das alles weitergehen?

Für viele war die abgesagte Fasnacht 2020 ein Schock. Umso mehr freut man sich auf den nächsten Morgestraich. Aber wird es einen geben? Und wenn ja – wie gehen wir mit Corona an der Fasnacht um? Neun Schreiholz Abstand zwischen den Pfeifern? Zwei Trommeln zwischen den Tambouren?

Was ist mit dem Drummeli? Dem Pfyfferli? Mimösli… Läggerli… – der ganzen Vorfasnachtspalette? Und wie wird das mit den Schnitzelbängg? Bleiben ihnen wieder die Pointen im Hals stecken?

Ok. Vielleicht ist es noch zu früh und auch müssig, darüber zu diskutieren. Aber das Comité muss «d Blaggedde» auswählen. Und alle Kleintheater, Laternenkünstler, Cliquen-Schneiderinnen sollten jetzt planen können. Doch wie sollen sie das, wenn wir nicht wissen: WAS? WANN? WIE? WO?

Foto: Peter Gartmann

Unseren Sprossen-Waggis hat der berühmte Fotograf Peter Gartmann in Heinz Furers Buch «Das Schweizer Kreuz» veröffentlicht. Man stösst in diesem sensiblen Werk auf zahlreiche Schweizer Kreuze – und dieses Rütli-Wiesen-Gefühl zeigt sich auch auf einigen abgebildeten Fasnachtslaternen: Denn immer glüht die Schweizer Fahne! Und gibt uns allen Mut für die Zukunft.

Das Werk von Gartmann und Furer besticht durch seine Bilder – es braucht keinen Text. Nur Aphorismen, Sprüche, Zitate. Eines dieser Zitate stammt von einem berühmten Schweizer Bundesrat, der 1942 in Kandersteg auf die Welt kam: «ES GEHT NICHT DARUM, WER ZUERST AUF DEM GIPFEL IST. SONDERN DASS ALLE DORT OBEN ANKOMMEN.»

Die Worte haben immer noch Gültigkeit.

Wie heisst der Bundesrat mit Nachnamen? Wir suchen den ersten Buchstaben davon.

Und das ist ein: …

Nummer 23

Der Sprossen-Freitag führt uns in die St.-Alban-Vorstadt – dorthin, wo einst der berühmte Basler Daig zu Hause war. Und wo auch heute noch ein ganz spezieller Alt-Basel-Wind weht.

In der «Dalbe», wie die Basler den Ort hier nennen, findet man nicht nur allerliebste kleine Lädeli, alte Seidenbändel, antiken Schmuck und neue Gläser – da sind auch zwei Beizen. Und da plätschert ebenfalls ein Brunnen, in den die Kinder des Quartiers gerne eintauchen. Oder wo man sich abends auch einmal zum feuchtfröhlichen Apéro trifft – ok: mit An- und Abstand natürlich.

Nicole Pont

Gleich zu Beginn der Vorstadt stossen wir auf unsere Sprosse. Es ist ein Kleinod und schweizweit ein Unikum in seiner Art. Alles in diesem fröhliche Haus samt dem Cartoonmuseum unserer Stadt erinnert an den ersten Direktor. Die grosse Sammlung an Karikaturen, die vom Mäzen Dieter Burckhardt 1979 in einem Museum zusammengetragen wurde, war vom Kurator katalogisiert worden. Der Kurator selber figurierte zu jener Zeit unter den berühmtesten Karikaturisten im Blätterwald. Seine pointierten Skizzen und Karikaturen erregten weit über unsere Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit.

Jüsp – mit diesem Kürzel signierte der Karikaturist seine Werke – wurde also der erste Direktor des neuen Museums in der St.-Alban-Vorstadt.

Geboren wurde Jüsp in Catania, kam dann aber in die Ostschweiz und machte sich mit seinen Cartoons bald einmal einen grossen Namen. So schaffte er Bühnenbilder nicht nur für das Münchner «Komödchen», sondern auch für das Basler Cabaret Kikeriki.

Wir suchen heute nach dem richtigen Namen von Jüsp – dem Nachnamen. Und davon brauchen wir den ersten Buchstaben.

Das ist ein: …

Damit starten wir Wort Nummer sechs. Es wird sechs Buchstaben haben.

Nummer 22
Bild: Kostas Maros
Bild: Kostas Maros

Die Donnerstagssprosse ist gigantisch. Sprudelnd. Eine Augenweide. Man findet den prächtigen Brunnen mit der grössten Bronzeschale – sie hat den Durchmesser von vier Metern –, die je in der Schweiz gegossen wurde, dort, wo die Dufourstrasse in den St.-Alban-Graben einmündet. An der Ecke beim Kunstmuseum also.

Der eigentliche Brunnen, der 50’000 Liter Wasser fasst, wurde 1935 gebaut; der obere Teil mit dem Sockel, den speienden Tierfiguren und dem lustigen Springbrunnenspiel in der Bronzenschale wurde 1941 fertig. Der Brunnen wurde nach dem Künstler benannt – es war der grösste Auftrag, den dieser je von unserer Stadt bekommen hat. Allerdings findet man noch einige seiner Skulpturen auf dem Friedhof oder im prächtigen Skulpturengarten, den seine Tochter Petra im Gellert betreut.

Die drei Männer auf dem Brunnensockel erinnern an die drei Alter: der kindliche Flötenspieler, der junge Mensch, der zum Rhein in die weite Welt schaut, und der alte Mann mit dem Lorbeerkranz.

1894 wurde der Künstler in Basel geboren. Hier verbrachte er auch seine Jugendjahre. Später studierte er in München Architektur. Und musste für den Aktivdienst während des Ersten Weltkriegs in die

Schweiz zurück kehren. In den 1930er-Jahren lehrte er als Professor die Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, bis ihn die Nazis hinauswarfen und er endgültig in seine Heimatstadt zurückkehren musste.

Nun zu unserer Frage: Wie heisst der Künstler, dessen Name auch dieser Brunnen trägt? Wir suchen den Vornamen und davon den letzten Buchstaben.

Nummer 21

Nein – bestimmt hat sich unsere Mittwochssprosse den Anfangsmoment in Basel anders vorgestellt. Doch dann kam das Virus. Und man musste improvisieren – wer aber den Theatermann aus Deutschland kennt, weiss: DAS KANN ER. UND SCHAFFT ER.

Aufgewachsen ist er in der Nähe von Köln. Sein Lebenslauf ist schillernd: Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik, Jura und auch Gesang – dies in Bonn und Berlin.

Foto: Nicole Pont

2003 inszenierte er bereits an der Hamburger Staatsoper. In Hannover machte seine «Traviata» mit Nicole Chevalier gross von sich reden. Auch Luigi Nonos Protestwerk gegen die Intoleranz und Unterdrückung «Intolleranza 1960» brachte er eindrücklich auf die Bühne.

Ausgezeichnet wurde unser gesuchter Kopf 2011 mit dem deutschen Theaterpreis für die beste Regie im Musiktheater – 2015 erhielt er auch den Kurt-Hübner-Preis.

In Luzern hat er die letzten Jahre am Theater als Intendant gross von sich reden gemacht – nun soll er im September in Basel als Theaterdirektor die neue Saison eröffnen.

Und wir sind alle gespannt auf ihn.

Von unserem Sprossenmann suchen wir heute den Vokal, der sowohl im Vor- als auch im Nachnamen je zweimal vorkommt (das «von» lassen wir mal weg).

Nummer 20

Die zwanzigste Sprosse ist ein goldener Vogel. Genauer: ein Falke.

In der Strasse, die wir suchen, sind viele berühmte Geschäfte zu Hause. Labels – oder die berühmteste Tanzschule der Stadt. Sie ist in der prächtigen Stube der Zunft zu Hausgenossen zu Gast.

Die Strasse bietet auch ein Zunft-Restaurant, viel Strassenmusik und immer wieder die Frage: Schreibt man sie jetzt mit oder ohne -n-. Man schreibt sie ohne.

Das Haus «zum Falken» befindet sich in einer berühmten Strasse von Basel.
Das Haus «zum Falken» befindet sich in einer berühmten Strasse von Basel.
Foto: Kostas Maros

Im Haus Nummer 51 war über 100 Jahre lang das Sportgeschäft Kost einquartiert. Sein Gründer Loni Kost war nicht nur der Mitgründer des Basler Skiclubs, er war auch ein grosser Fasnächtler und hatte seinen eigenen Maskenball.

BEI DER NUMMER 51 ALSO LAUERT HEUTE UNSER GOLDENER FALKE, AUF DASS ES EIN GOLDENER FERIEN-ZYSCHDYG WERDEN MÖGE.

Wir fragen nach der berühmten Strasse. Und hier nach dem sechsten Buchstaben.

DAS IST EIN: …

Nummer 19

Den zweiten Buchstaben des fünften Sprossenwortes (und das wiederum hat fünf Buchstaben) finden wir zum Start der vierten Ferienwoche in Riehen. Also ab ins Sechsertram (Mundschutz-Maske nicht vergessen). Und ab geht die Post!

Beim Riehener Dorf stossen wir auf ein altes, wunderschönes Gebäude. An diesem Ort war im 17. Jahrhundert die Gemeinde-Obrigkeit im Komplex mit der alten Kirche, dem damaligen «alten Heussleren Haus» und dem Wachthaus daheim.

Die heutige gesuchte Sommersprosse ist dann in den Jahren 1834 bis 1837 von keinem Geringeren als dem Basler Architekten und «Basler Dybli»-Erschaffer Melchior Berri gebaut worden.

Riehen wurde als Oase für die Basler immer beliebter. Und belebter – entsprechend platzte das Gemeindehaus bald aus allen Nähten.

1961 zog man schliesslich an die Wettsteinstrasse um. Immerhin – einige Vereine blieben im Berri-Gebäude und hielten dort ihre Versammlungen oder Musik- und Gesangsproben ab.

Die Gemeinde übergab ihnen schliesslich das frisch restaurierte Kleinod 1983 – es wurde jetzt zum «Haus der Vereine». Man findet darin einen prächtigen Saal, ein allerliebstes Kleintheater und viele andere Räume, in denen Kreativität und Kultur von Riehen zum Zug kommt.

Nun unsere Frage: Wie heisst das Gebäude? Der Name ist aus zwei Wörtern zusammengesetzt – wir suchen den siebten Buchstaben davon.

UND DAS IST EIN: …

Nummer 18

Heute schliessen wir die erste Ferienhälfte ab, die Samstagssprosse ist aber auch der erste (Tanz-)Schritt zum nächsten Sprossenwort. Es wird fünf Buchstaben haben.

Das Rätsel führt uns zu einem der schönsten Basler Brunnen – 300 Jahre lang hat er am Gipfel des Spalenbergs geplätschert. Der Brunnentrog und die Säulentrommel samt Sackbläser wurden 1886 von Jean Hym kopiert – das Original findet man im Historischen Museum – und 1915 unter Denkmalschutz gestellt.

Der Brunnen erfreut die Fussgänger in der Spalenvorstadt, dieser wunderschönen schmalen Strasse mit den kleinen Lädeli, Boutiquen und Restaurants.

Dort, wo die Vorstadt in die Schützenmattstrasse abzweigt, steht jetzt unsere Samstagssprosse – im Sommer ist sie mit Blumen geschmückt, und im Winter leuchtet neben ihr zur Adventszeit der Riesenbaum mit den Lichterkugeln.

Die einen nennen das Prachtswerk den Spalenbrunnen. Die andern den Sackpfeifer- oder auch Dudelsackbrunnen. Eigentlich aber ist es der Holbein-Brunnen. Ganz einfach, weil wir auf dem Brunnen einige Momente finden, die den Stichen und Bildern von Hans Holbein dem Jüngern nachempfunden sind.

Der Sackpfeifer – es gibt einen ähnlichen Brunnen in Bern – ist immer wieder ein Motiv, das im Basler Stadtbild auftaucht. Wir finden solche Musikanten an der Rathausfassade oder auch am Spalentor – mit den schottischen Dudelsackspielern haben sie jedoch nichts gemein. Sackpfeifer gab es im 16. Jahrhundert in unserer Stadt so wie heute Strassenmusikanten.

Nun hat der Brunnenkünstler Holbein aber nicht nur einen Sackpfeifer verewigt, sondern auch fröhliche Figuren, die zu den Pfeiferklängen um die Säulentrommel tanzen. Die Tanzszene war berühmt – Holbein hat sie damals 1520 für das Haus zum Tanz im Tanzgässlein als Fresko kreiert.

Der spezielle Tanz hat einen Titel – dieser wiederum bezeichnet die Berufs- und Menschengattung, die hier um die Brunnensäule wirbelt.

Wie also heisst der Titel? Um welche Berufsgattung, die Hans Holbein das Tanzbein schwingen liess, geht es da?

Wir suchen nach dem dritten Buchstaben.

Und das ist ein:…

Nummer 17
Bild: Dominik Plüss
Bild: Dominik Plüss

Die Freitagssprosse bringt uns eine griechische Sage. Und auch den letzten Buchstaben des Sprossenwortes (dieses hatte drei Buchstaben). Die mythologische Geschichte ist vom Basler Künstler Willy Hege in Stein festgehalten worden. Hege hat auch die Basler Künstlerlarve geprägt – er hat während 35 Jahren beim Larve-Tschudi über 1500 Larvenköpfe kreiert. Und diese von den Künstlern der 33-er Gruppe bemalen lassen. Heges griechische Sagen-Skulptur entdeckt der Sprössler am Suva-Gebäude – Ecke St. Jakobsstrasse / Gartenstrasse.

Bei der Sage geht es um Vater und Sohn. Beide waren von König Minos im Labyrinth des Minotaurus auf Kreta festgehalten worden. Der Vater hatte nämlich Theseus den Ariadnefaden geschenkt, damit dieser wieder aus dem Labyrinth herausfinden konnte. Und das hatte Minos arg verärgert.

Um auf dem Luftweg zu entkommen, konstruierte der Vater nun für seinen Sohn und sich zwei Gestelle mit Gestänge, an welche er mit Wachs Flügel befestigte. So konnten die beiden wie Vögel von der Insel wegfliegen. Der Vater warnte den Sohn, nicht allzu nahe an die Sonne zu fliegen, sonst würde das Wachs schmelzen – aber zwischen den Inseln Delos und Lebinthos wurde der Junge übermütig. Flog zur Sonne. Das Wachs schmolz. Und der Junge stürzte ab. Der Vater hat den Sohn schliesslich auf einer Insel begraben, der er den Namen Ikaria gab.

So. Nun zur Frage: Wie heissen die beiden griechischen Sagenfiguren? Wir suchen nach dem Konsonanten, der in beiden Namen vorkommt.

Und das ist ein: …

Nummer 16

Viele von uns kennen die alten Uniformhelme der Polizei. Ich mag sie. Sie geben dem «Schugger» etwas mehr Grandezza. Würde. Eleganz. Ich meine, das ist doch etwas ganz anderes als diese Sturmhelme, mit denen sie heute in den Kleinkrieg gegen Demonstranten, schreiende Links-rechts-Aufwiegler oder grölende Fussball-Brüller aufbrechen müssen.

Denken wir nur an den Vogel Gryff – da stülpen sich unsere Polizisten zum Kleinbasler-Festtag den alten, blauen Helm auf. Und das gibt dem Anlass etwas speziell Edles.

Überhaupt scheint mir, dass die Uniformen, oder ganz einfach «d Aalegy» der früheren Staatsleute, eleganter war – ein bisschen Show vielleicht. Und ein bisschen «Hallo – ich bin nicht einfach irgendwer: Ich bin der Beamte, der für dich und deinen Staat da ist».

Unsere heutige Sommersprosse erinnert an jene Zeit. Es ist ein alter Polizistenhut – der «Helm» des Wachtmeisters von damals. Und sicher haben ihn die meisten von uns schon einmal gesehen. Das Sechsertram fährt daran vorbei – und hinter dem «Helm» entdeckt man einen Polizeiposten, der zur Sommerzeit meistens schön mit Blumen geschmückt ist.

Zu unserer Frage: Wir suchen nach dem Strässlein, an dem die Polizeiwache bei der Nummer 2 steht. Davon picken wir den dritten Buchstaben heraus.

Und das ist ein: …

3 Kommentare
    A.B.

    Sprosse Nr 14: "Blauenstrasse läuft parallel zu unserer Strasse". Stimmt nicht wirklich, sondern im rechten Winkel dazu...