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Opfer der PandemieWie das Virus eine Familie zerriss

In einer Freiburger Familie wütete Corona besonders schlimm. Drei kämpften um ihr Leben, zwei starben. Überlebende erzählen im Buch «Lockdown» von der Tragödie.

Die Geschwister Didier Cornu, Céline Fleury und David Cornu (rechts) stehen nach dem Tod ihrer Eltern immer noch unter Schock.
Die Geschwister Didier Cornu, Céline Fleury und David Cornu (rechts) stehen nach dem Tod ihrer Eltern immer noch unter Schock.
Foto: Fabian Hugo

Am Abend des 25. März bekommt Henri-Paul Cornu, 71 Jahre alt und an Covid-19 erkrankt, gegen halb neun Uhr Besuch auf der Intensivstation des Kantonsspitals Freiburg. Es sind seine beiden Söhne, David und Didier. Der Vater weiss, dass er sterben wird, und die Söhne wissen es auch. Seine 68-jährige Ehefrau fühlt sich zum Abschiednehmen im Spital nicht imstande. Anne-Lise ist sehr müde und schwach, sie bleibt daheim in Romont, wo die beiden leben. Am Fuss des historischen Städtchens, rund 20 Kilometer von Freiburg entfernt.

Didier und David, 46 und 49 Jahre alt, müssen beim Spitaleingang ihre Hände desinfizieren und Schutzmasken anziehen. Auf der Intensivstation bekommen sie zudem Hauben, Handschuhe und Schutzanzüge. Sie sehen auf diesem letzten, schweren Gang zu ihrem Vater fast wie Astronauten aus. Eine Ärztin klärt die zwei Söhne über seinen Zustand auf: dass die Lunge in ganz schlimmen Zustand sei, es keine Hoffnung mehr für den Vater gebe.

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