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Steckt man die Dinge zusammen, beginnen sie zu schweben

Die Fondation Beyeler stellt Alexander Calder und das Duo Fischli/Weiss nebeneinander. Spektakulär.

Im Anfang ist – die Ratte. Und der Bär. Mit verfilzten Pelzen liegen sie in der Eingangshalle der ehrwürdigen Fondation Beyeler und schlafen einen Rausch aus, scheints. Einen Kunstrausch, selbstverständlich; schliesslich sind Bär und Ratte die Alter Egos von Peter Fischli und David Weiss selig, also vom Überkünstlerduo Fischli/Weiss. 1979 war es, als die beiden sich in einem schäbigen Kostümverleih die zwei schäbigsten Kostüme aussuchten – eben Ratte und Bär –, hineinschlüpften und jenes Super-8-Filmchen drehten, das so etwas wie der Urknall einer neuen Schweizer Kunst werden sollte. Aber auch später, als Fischli/Weiss ganz oben angekommen waren (bzw. an der Venedig-Biennale, im Moma, auf jeder erdenklichen Best-of-Liste), tauchten Bär und Ratte immer mal wieder auf, wie ein künstlerischer Running Gag.

Und man wusste: Wo diese beiden, da Suche nach Sinn. Und nach Antworten auf die ganz grossen Fragen («Wohin steuert die Galaxis?») ebenso wie auf die kleinen («Schüblig oder Bratwurst?»), kurz: Wo diese beiden, da das Leben, wie es sich eben darstellt in seinem absurden Mischmasch aus Bedeutendem und Unbedeutendem – und unserer Gratwanderung dazwischen, mit der nie versiegenden Hoffnung, dass, wenn man die Balance richtig hinbekommt, am Schluss schon alles Sinn ergibt.

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