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Sein Traum ist eine tanzende Killerin

Der taiwanische Regisseur Hou Hsiao-Hsien hat mit «The Assassin» einen sehr eigenwilligen Kampfkunstfilm über eine Attentäterin in der Tang-Dynastie gedreht.

In ein nonnenhaftes, tödliches Gewerbe gezwungen: Qui Shu (r.) als professionelle Mörderin in «The Assassin». Foto: Filmcoopi
In ein nonnenhaftes, tödliches Gewerbe gezwungen: Qui Shu (r.) als professionelle Mörderin in «The Assassin». Foto: Filmcoopi

Die Gravitationskräfte der Vernunft sind im chinesischen Kampfkunstkino ja so ziemlich aufgehoben, und am schönsten wird dort der Kampf Kunst, wo er sich in aller Zwecklosigkeit entfaltet. Dann tanzen die Fechtmeister und Ritterinnen des Wuxia, dieser Genre gewordenen Kriegsromantik, auf Blattwerk und Schwertspitzen. Sie haben dazu einen Anlass, aber keinen rechten Grund, und sind beflügelt durch die Abwesenheit von Sinn. Und man denkt dann immer: Das Einzige, was ihnen das Genick brechen würde, wäre die Skepsis. Das hielten sie nicht aus: dass die Fantasie erdenschwer würde und auf Wahrscheinlichkeiten bestünde statt auf Wunder.

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