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«Ich wollte ihn erlösen, nicht töten»

Eine 59-jährige Frau, die ihren schwer kranken Vater von seinem Leiden erlösen wollte, ist wegen versuchten Totschlags zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Thomas Hasler
Auch das Bezirksgericht Zürich hielt eine unbedingte Freiheitsstrafe für unangemessen. Foto: Urs Jaudas
Auch das Bezirksgericht Zürich hielt eine unbedingte Freiheitsstrafe für unangemessen. Foto: Urs Jaudas

Sie hatte ihren Vater während Jahren gepflegt. Hatte gegen den Willen des Pflegeheims dafür gesorgt, dass er nach seinem schweren Schlaganfall, der den dementen Mann halbseitig lähmte, ins Spital verlegt wurde. Damit verband sie die Hoffnung, dass sich sein Zustand bessern könnte.

Doch an eine Besserung war nicht zu denken. Im Gegenteil, der Zustand des 87-Jährigen war so schlecht, dass selbst Essen und Trinken – seine beiden einzigen noch verbliebenen Freuden im Leben – kaum mehr möglich waren. Es drohte eine letztlich tödlich verlaufende Lungenentzündung oder gar der Erstickungstod.

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