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Die Lust am Protest

Sportler in den USA engagieren sich in Rassenfragen. Das kommt nicht überall gut an.

Sie recken die Faust. Oder setzen sich einfach hin. Selbst Knien wird zum Protest, und: Geschwiegen wird nicht länger. «Ich muss etwas tun. Irgendetwas. Wir alle müssen», sagt ­Megan Rapinoe, amerikanische Fussballnationalspielerin. Was sie tut: Wenn bei Partien die ­Nationalhymne erklingt, steht sie nicht aufrecht, Hand am Herzen, sondern kniet an der Seitenlinie nieder.

Rapinoe ist nicht allein. Bei weitem nicht. ­Gehörte es bislang insbesondere bei Kulturschaffenden zum guten Ton, sich zu gesellschaftlichen oder politischen Themen zu äussern, kam zuletzt auch in immer mehr Sportlern in den USA das ­Gefühl hoch, «etwas tun zu müssen». Selbst Superstars wie LeBron James stehen hin, nutzen ihre Popularität, um Widerstand zu leisten. Vorbei die Zeit, als sich ein Michael Jordan vor einer öffentlichen Meinung scheute, «weil auch ­Republikaner Sportschuhe kaufen».

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