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«Heute gibts keine Lehrer mehr, die Kabarett spielen dürfen»

Cabaret Rotstift in der Besetzung 1987: Jürg Randegger (rechts) mit Heinz Lüthi und Werner von Aesch. Foto: Keystone

Nach 65 Jahren Kabarett stehen Sie nun zum endgültig letzten Mal auf der Bühne. Glauben Sie das selber?

Und trotzdem spielen Sie nun im Miller’s eine der grossen Figuren des Schweizer Kabaretts: Jürg Randegger spielt Jürg Randegger.

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Und jetzt stehen Sie nach dem Rücktritt vom Rücktritt wieder fast jeden Abend auf der Bühne, singen und kalauern wie ein Junger.

Und jetzt spielen Sie sich selbst, einfach 54 Jahre später?

Es sei denn, Jenny überschwatzt Sie auch mit 85 nochmals? Sie tanzen noch wie Fred Astaire, und die Pointen sitzen sekundengenau.

«Ich war ein Leben lang Primarlehrer, das mit dem Cabaret waren Zufälle.»

Jürg Randegger

Was kann man, wenn man Kabarett spielen kann?

Heute heissts Comedy, nur die Alten sprechen noch von Cabaret.

Wer sind heute Ihre Favoriten?

Jürg Randegger Der heute 83-Jährige war Lehrer in Albisrieden und von 1965 bis 2002 Teil des Cabaret Rotstift. 1975 bis 1999 moderierte er die Sendung «Samschtig-Jass» des Schweizer Fernsehens.

Die Rotstifte waren auch ziemlich deftig – etwa die Skiliftnummer mit «dem Kopf wie eine VW-Tür – so richtig zum Drigingge».

Und Ihr hattet nur eine Handvoll Konkurrenten?

Wurden Sie von Ihren Schülern nicht als der Deutsche vom Skilift und auf das berühmte Ruckzuck-Zackzack reduziert?

«Heute würden Schulpflegen keine Lehrer mehr tolerieren, die am Abend Zeit für die Bühne haben.»

Jürg Randegger

Würden Sie heute nochmals Lehrer werden?

Ist ein Lehrer, der singt: «Oh Morgerot, oh Morgerot, de Fritzli schlot sin Lehrer z tot» heute noch denkbar?

Früher gabs auch bloss Lesen, Schreiben und Rechnen.

Wo stehen Sie politisch?

Züri-Ballade «Trittligass», u. a. mit Walter Andreas Müller, Jürg Randegger, Christian Jott Jenny und Heidi Diggelmann bis 22. April im Miller’s Studio. Foto: Samuel Schalch. www.trittligass.ch