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Herrschaftlich, alkoholfrei und angetrocknet

Alles Flaschen: Unser Kulinarik-Redaktor degustiert den Cuvée des 3 Ours 2013.

Viel Körper, gute Struktur und eine reiche Aromatik: Der Cuvéee des 3 Ours 2013. Video: Daniel Böniger, Jan Derrer, Adrian Panholzer

Henri Grand Marc, Weingut und Destillerie Lipp, Maienfeld

Bisher haben Carina und Reto Lipp bei ihren Weinen und Bränden den Namen Kunz immer mit aufs Etikett geschrieben. Denn die Marke Kunz-Keller von Carinas Eltern war bei vielen Geniessern ein Gütesiegel, das für solide Weine aus der Bündner Herrschaft und hochwertige Schnäpse stand. Neu liest man nur noch Lipp auf den Flaschen, und mit dem Namenswechsel hat man auch das Outfit der Destillate erneuert – und die Etiketten machen sich perfekt im Spirituosengestell. Empfohlen sei der Marc Henri, der mit getrockneten Früchten und Beeren veredelt wird und nach Caramel, Feigen und Datteln, Bienenwachs, Honig und Orangen riecht. Er hat einen leicht süsslichen Auftakt, eine passende Viskosität, merklichen, aber nicht zu stark brennenden Alkohol. Hinzu kommen Noten von Haselnüssen, Mandarine und Rosinen. Auch wenn man sonst eher den Frucht- und Gemüsebränden (Rüebli!) des Hauses zugeneigt ist – dieses Produkt macht Lust, wieder mal den Cognacschwenker hervorzunehmen und sich vor den Kamin zu setzen. (boe)

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