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Der Teufel regierte 1800 Jahre lang

Bis zur Aufklärung hielten Satansglaube und Hexenwahn das christliche Europa fest im Griff. Kurt Flasch zeigt in seinem Buch, dass der Antichrist erst mit Goethes Mephisto zur Kunstfigur wurde.

Der Teufel schweisste die Gäubigen zusammen. Altarbild des Maestro de Arguis (ca. 1440). Foto: AKG-Images
Der Teufel schweisste die Gäubigen zusammen. Altarbild des Maestro de Arguis (ca. 1440). Foto: AKG-Images

Eben erst hat Kurt Flasch dargelegt, warum er kein Christ mehr ist. Das war beim Mittelalterexperten, der sich ein Leben lang an den christlichen Quellen abmühte, erklärungsbedürftig. Dass der 85-Jährige jetzt bekennt: «Ich glaube nicht an den Teufel», ist dagegen nicht überraschend. Und fast liegt es auf der Hand, dass seine «Neue Biografie des Teufels» die Niederungen des volkstümlichen Aberglaubens nur streift. Topografie der Hölle, Hofstaat des ­Teufels, seine Hörner, Schwanz und Lüsternheit, Walpurgisnacht und Schadenszauber – all das bespricht er am Rande.

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