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Der Menschensüchtige

Der grosse Schweizer Theaterregisseur Luc Bondy ist 67-jährig gestorben. In seinen vielfach ausgezeichneten Inszenierungen hielt er Fühlen und Denken in einer magischen Schwebe.

«Gut jüdisch komme ich von überall und nirgends»: Luc Bondy in einer Aufnahme von 2014. Foto: Stefan Nimmesgern/Laif
«Gut jüdisch komme ich von überall und nirgends»: Luc Bondy in einer Aufnahme von 2014. Foto: Stefan Nimmesgern/Laif

Sie standen umjubelt an der Rampe des Pfauen und strahlten einander an – der eine, der nie mehr Theater hatte spielen wollen und es für den anderen dann doch wieder tat; und der andere, der Regisseur, der einst in der turbulenten Marthaler-Zeit auf ebendieser Bühne vorgeschlagen hatte, sie doch zu schliessen und nur noch den Schiffbau zu bespielen. 2013 also verwandelten diese zwei grossen Theater-Zürcher und Regietheaterskeptiker, Bruno Ganz und Luc Bondy, die Pfauenbühne in jenen ganz besonderen Raum, in dem die Luft brennt und trotzdem so durchsichtig ist wie sonst nie. In Bondys Gastspiel aus Paris mit Harold Pinters «Le Retour» flirrte die Gier.

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