Zum Hauptinhalt springen

Der Grenzgängerstreit eskaliert

Der vom Kanton Tessin geforderte Strafregisterauszug für Grenzgänger belastet die Beziehung zu Italien.

Tägliches Verkehrschaos: Das Tessin wehrt sich gegen die vielen Grenzgängern.
Tägliches Verkehrschaos: Das Tessin wehrt sich gegen die vielen Grenzgängern.
Francesca Agosta, Keystone

Es kommt nicht alle Tage vor, dass der Schweizer Botschafter in Rom ins italienische Aussenministerium zitiert wird. Diese Woche war es so weit: Giancarlo Kessler musste antraben, um sich eine Protestnote wegen diskriminierender Massnahmen des Kantons Tessin gegen Grenzgänger anzuhören (TA von gestern). Seit April verlangt der Südkanton «aus Sicherheitsgründen» von Antragstellern einer Aufenthalts- (B) oder einer Grenzgängerbewilligung (G) einen Strafregisterauszug sowie eine Erklärung über laufende Verfahren. Der Tessiner Grosse Rat hatte zudem im November einer Erhöhung des Steuerfusses für Grenzgänger von 78 auf 100 Prozent zugestimmt. Das heisst, dass alle Grenzgänger die maximale Gemeindesteuer bezahlen müssen, auch wenn sie in einer steuergünstigen Gemeinde tätig sind.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.