Zum Hauptinhalt springen

Abschaltdatum für ältestes Atomkraftwerk der Welt auf der Kippe

Spätestens 2031 soll das AKW Beznau vom Netz: Dieser Plan des Nationalrats ist umstritten – nicht nur bei SVP- und FDP- Ständeräten. Bedenken hegen auch Exponenten der CVP.

Bleibt Beznau länger in Betrieb? Im Ständerat gibt es Widerstand gegen das vorgesehene Abschaltdatum.
Bleibt Beznau länger in Betrieb? Im Ständerat gibt es Widerstand gegen das vorgesehene Abschaltdatum.
Keystone

Zur Verhandlung steht das Kernstück der Energiestrategie 2050. Am Montag befindet die Energiekommission (Urek) des Ständerats über den Fahrplan zum Atomausstieg. Das Gremium spurt jene Entscheide vor, die die kleine Kammer in der Herbstsession fällen wird, noch vor den Wahlen vom 18. Oktober also.

Im Dezember hatte der Nationalrat die Wegrichtung vorgezeichnet. Zwar sah er davon ab, den Betrieb aller AKW zu befristen, wie es Grüne und Linke gefordert hatten. Für die drei ältesten Reaktoren beschränkte er aber die Laufzeit auf 60 Jahre. Beznau I, seit 1969 in Betrieb und damit das dienstälteste AKW der Welt, soll spätestens 2029 vom Netz, Beznau II 2031. Den Meiler Mühleberg, der seit 1972 läuft, will dessen Betreiberin BKW ohnehin 2019 stilllegen. Die jüngeren Meiler Gösgen (1979) und Leibstadt (1984) sollen weiterlaufen, solange die Atomaufsichtsbehörde Ensi sie als ­sicher einstuft. Ab 40 Betriebsjahren sollen die Betreiber jedoch Langzeitbetriebskonzepte vorlegen müssen. Diese Lösung setzte sich nicht zuletzt dank Stimmen aus der CVP durch. Grüne und Linke kritisierten, ohne Laufzeitbeschränkung für alle AKW sei der beschlossene Atomausstieg faktisch keiner. Die Ausstiegsinitiative der Grünen, die eine Betriebsdauer von maximal 45 Jahren für alle AKW verlangt, verwarf der Nationalrat deutlich.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.