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Überfüllte SpitälerWer erhält den letzten Platz?

Ärzte, Altersheime und Patienten ringen um die beste Lösung, wer noch ein Bett erhält in den Intensivstationen. Viele Betagte übernehmen die Triage selbst: Sie sterben im Heim.

Covid-Behandlungen auf der Intensivstation wie hier am Spital Moncucco in Lugano schrecken viele Betagte ab.
Covid-Behandlungen auf der Intensivstation wie hier am Spital Moncucco in Lugano schrecken viele Betagte ab.
Foto: Valeriano Di Domenico

Es sei eine der schwierigsten Fragen überhaupt. «Niemand will so etwas entscheiden müssen», sagt Professorin Tanja Krones. Die Rede ist von der Triage. Vom Moment, wenn nicht mehr genügend Platz und Personal da ist für alle behandlungsbedürftigen Patienten.

Dann werden Fachleute wie Krones, Leiterin Klinische Ethik am Zürcher Universitätsspital, hinzugezogen. Sie sollen bei der Entscheidung helfen: «Wer erhält lebenserhaltende Massnahmen – und wer nicht?» Ein Szenario, das bald eintreffen könnte.

Diese Woche verkündete der Koordinierte Sanitätsdienst des Bundes, dass die Intensivbetten in der Schweiz ohne weitere Massnahmen nur noch zehn Tage ausreichen. Daten vom Freitag zeigen: In Schwyz, Solothurn oder Freiburg liegt die Belegung schon jetzt über 90 Prozent.

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