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Komplexe EmotionenWenn Verbitterung krank macht

Über unsere Werte definieren wir uns, sie geben unserem Leben Struktur und Sinn. Werden sie auf unfaire Weise verraten, kann uns das im Kern treffen und anhaltende Verbitterung auslösen.

Ob ein Mensch nach einem Vertrauensbruch verbittert ist oder nicht, hängt auch von der Persönlichkeit ab.
Ob ein Mensch nach einem Vertrauensbruch verbittert ist oder nicht, hängt auch von der Persönlichkeit ab.
Foto: Getty Images / iStockphoto

Vom Partner betrogen werden, einen Job gekündigt bekommen, einen geliebten Freund verlieren – das sind Ereignisse, die vielen Menschen im Laufe ihres Lebens zustossen. Die eine Person hadert, trauert und geht neue Wege. Der andere hat lange Zeit mit der erlebten Ungerechtigkeit, dem Vertrauensbruch oder der Herabwürdigung zu kämpfen. Er lässt sie vor seinem inneren Auge immer wieder aufleben, bis er verbittert ist. Hat die Verbitterung einmal Eingang in das Innerste gefunden, ist sie wie eine Giftwolke, die sich in der gekränkten Person ausbreitet, sie lähmt und fortan ihr Leben bestimmt. Nun wird diese Reaktion erstmals im kommenden Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwähnt. Doch ist sie eine eigenständige Krankheit, wie zum Beispiel Michael Linden von der Berliner Charité meint?

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