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Neue Romane zum Tod Wenn Eltern sterben – drei Bücher zum letzten Abschied

Gute Literatur handelt von grossen Themen. Eines ist die Liebe, ein anderes der Tod. Zwei Autorinnen und ein Autor verabschieden sich in berührenden Büchern von ihren Eltern.

Illustration: Ruedi Widmer

Zsuzsa Bank: «Sterben im Sommer»

Die Autorin Zsuzsa Bank liest aus ihrem neuen Buch an der Erfurter Herbstlese 2020.
Die Autorin Zsuzsa Bank liest aus ihrem neuen Buch an der Erfurter Herbstlese 2020.
Foto: Holger John (Imago Images)

Zsuzsa Bank schildert in «Sterben im Sommer», wie sie Abschied nimmt von ihrem an Krebs erkrankten Vater. Ein letztes Mal sollte der 1933 geborene, 1956 in den Westen geflohene Laszlo Bank seine ungarische Heimat sehen, ein letztes Mal im geliebten Balaton (Plattensee) schwimmen und ein letztes Mal den weiten Himmel über der Landschaft sehen: «Mein Vater war ein Sommermensch, ein Sonnenmensch, ein Lichtmensch, ein Hitzemensch, ab vierundzwanzig Grad begann er zu leben.»

Doch schon bald in diesem Sommer 2018 verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand ihres Vaters so sehr, dass sie mit ihm nach Deutschland zurückfahren muss, um ihn dort behandeln zu lassen. Es ist der schmerzliche, weil endgültige Abschied vom leichten, sommerlich-bunten Landleben am Plattensee. Graue, von Neonlicht beleuchtete Gänge erwarten den Vater im Klinikum Höchst in jenem Krankenhaus, in dem seine Tochter zur Welt kam.

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