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«Wenn Deutschland führen will, wird es gefährlich»

«Wir sind ausgewiesene Realisten»: Hans-Olaf Henkel macht sich Sorgen um die deutsche Exportwirtschaft.

BaZ: Herr Henkel, Sie verlangen ein liberaleres Europa, zudem soll die EU Grossbritannien bei der Zuwanderung entgegenkommen. Wenn wir hören, was der französische Präsident Emanuel Macron oder der deutsche SP-Chef Martin Schulz fordern, dürfte sich Europa eher in die entgegengesetzte Richtung entwickeln, nämlich hin zu mehr Zentralismus. Stehen Sie auf verlorenem Posten?

Sie reden von den Fertigungsketten.

Normalerweise versucht man in Handelsgesprächen ja, bestehende Hindernisse abzubauen, hier aber müsste es darum gehen, sie gar nicht erst aufzubauen. Sollte das nicht alles viel einfacher machen?

Die EU will Grossbritannien also für den Brexit bestrafen?

London und Brüssel hätten also schon längst mit den Handelsgesprächen beginnen sollen?

Halten Sie es für möglich, dass die Gespräche noch scheitern und es zu einem sogenannt harten Brexit kommt?

Die Briten wollten wohl einfach erreichen, dass man endlich über ein Handelsabkommen spricht, egal wie.

Die Schweiz verhandelt ja derzeit auch mit der EU. Wie sollte Bern vorgehen?

Vor gut zwei Wochen haben Sie David Davis in London getroffen und ihm Ihren Plan unterbreitet. Wie hat er reagiert? Als überzeugter Brexit-Befürworter konnte er Ihnen kaum zustimmen.

Korrekturen bei der Personenfreizügigkeit sind einer der Kernpunkte Ihrer Initiative. War Einwanderung das entscheidende Thema im Abstimmungskampf um den Brexit?

Wer hätte bei einem harten Brexit mehr zu verlieren, Grossbritannien oder Kontinentaleuropa?

Warum wird das alles kaum thematisiert? Die deutsche Industrie ist mit der Politik doch bestens vernetzt.

Aber warum ist das so?

Was bedeutet der Brexit für das innere Gleichgewicht der EU? Ist Angela Merkel nun mit Emanuel Macron allein?

Sie vertreten hier in Strassburg eine Partei namens Liberal-Konservative Reformer. Die meisten Deutschen dürften von der Gruppierung noch nie gehört haben.

Die AfD haben Sie im April 2015 verlassen. Sie hätten «ein richtiges Monster geschaffen», sagten Sie damals.

Dass sich die AfD nicht in Ihrem Sinn entwickelt hat, zeigt doch auch, dass Liberalkonservative wie Sie in Deutschland politisch heimatlos sind.

Warum ist das so, dass Ihre politischen Ideen so wenig Verbreitung finden?