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Staatsanwaltschaft eingeschaltetWegen Zürcher Fussballmuseum: Fifa zeigt Sepp Blatter an

Der Weltverband wirft seinem Ex-Chef hohe Kosten und Vetternwirtschaft beim Prestigeprojekt vor. Blatter wehrt sich.

2013: Swiss-Life-Chef Rolf Dörig (l.) und Fifa-Präsident Sepp Blatter präsentieren Pläne für die Umnutzung der leerstehenden Liegenschaft Haus zur Enge an der Seestrasse 25 in Zürich.
2013: Swiss-Life-Chef Rolf Dörig (l.) und Fifa-Präsident Sepp Blatter präsentieren Pläne für die Umnutzung der leerstehenden Liegenschaft Haus zur Enge an der Seestrasse 25 in Zürich.
Foto: Doris Fanconi

Die Fifa hat ihren Ex-Präsidenten Sepp Blatter und weitere ehemalige Verbandsvertreter angezeigt. Sie wirft ihnen vor, mehr als eine halbe Milliarde Franken für das prestigeträchtige Museum in Zürich-Enge verschleudert zu haben. Die Anzeige wurde gemäss einem Fifa-Anwalt gestern der für Wirtschaftsdelikte zuständigen Abteilung III der Zürcher Staatsanwaltschaft übergeben. Darin geht der Weltfussballverband von ungetreuer Geschäftsbesorgung und mutmasslichen weiteren Straftaten durch Blatter und weitere Verdächtige aus.

Der heute 84-jährige Walliser und der von ihm lange geführte Weltverband hatten ursprünglich ein Museum neben dem Hauptsitz beim Zürcher Zoo geplant. Sie schwenkten aber 2013 auf ein Projekt in einem Geisterhaus beim Bahnhof Enge um. Ein Gebäude des Versicherers Swiss Life, das seit längerer Zeit leer gestanden hatte, wurde aufwendig umgebaut. Ziel war es, dass die «Ruhmeshalle» zu Blatters Wiederwahl 2015 fertiggestellt sein sollte.

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