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Davos 2021WEF plant den «grossen Neustart»

Das Weltwirtschaftsforum reagiert auf die aktuelle Situation und verlagert einen Teil der Veranstaltung im Januar 2021 ins Netz. So sollen Tausende Menschen teilnehmen können – virtuell.

Teilnehmer verlassen das Kongresszentrum in Davos Ende Januar 2020.
Teilnehmer verlassen das Kongresszentrum in Davos Ende Januar 2020.
Keystone/ Gian Ehrenzeller

Das Weltwirtschaftsforum WEF in Davos mit Regierungschefs und Wirtschaftsführern soll für junge Leute in aller Welt geöffnet werden. Tausende sollen dafür im Januar 2021 in 400 Städten online mit den Forumsteilnehmern in Davos in einen Dialog treten können
Das Treffen steht unter dem Motto «Der grosse Neustart», wie das WEF am Mittwoch in Genf mitteilte. «Wir haben nur einen Planeten, und wir wissen, dass der Klimawandel die nächste globale Katastrophe mit noch dramatischeren Folgen für die Menschheit sein könnte», wird WEF-Gründer Klaus Schwab zitiert. Ein «grosser Neustart» sei notwendig, um einen neuen Gesellschaftsvertrag aufzubauen, der die Würde jedes Menschen ehre.

Die globale Gesundheitskrise durch den Coronavirus habe die fehlende Nachhaltigkeit des bisherigen Systems in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt und den Mangel an Chancengleichheit offengelegt. Auch könne man den Missständen von Rassismus und Diskriminierung nicht den Rücken kehren, teilte das WEF weiter mit. «Wir müssen in diesen neuen Gesellschaftsvertrag unsere generationenübergreifende Verantwortung einbauen, um sicherzustellen, dass wir den Erwartungen der jungen Menschen gerecht werden.»


Die junge Generation soll in rund 420 Städten über ein virtuelles Hub-Netzwerk mit den Regierungs-und Wirtschaftsführern in Kontakt treten. Zudem setzt das WEF auf globale Medien und soziale Mediennetzwerke. Diese sollen Millionen von Menschen mobilisieren und es ihnen ermöglichen, ihre Beiträge zu teilen und gleichzeitig Zugang zu den Diskussionen der 51. Jahresversammlung in Davos zu erhalten. Vor Ort in Davos erwarte man «die bedeutendsten globalen Regierungs-und Wirtschaftsführer», wie die Veranstalter in der Mitteilung schreiben.

SDA