Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Was uns vereint, ist stärker, als was uns trennt»

In Mexiko daheim. Jennifer Clement ist Präsidentin von PEN International. Sie war am Donnerstag letzter Woche im Basler Literaturhaus zu Gast.

BaZ: Jennifer Clement, als Sie «Gun Love» zu schreiben anfingen, wussten Sie bereits, wohin die Geschichte geht?

Wird denn in Mexiko über diesen Waffenhandel diskutiert?

Nur von Nord nach Süd?

Was hat das gebracht?

Weshalb spielt «Gun Love» in Florida und nicht in Texas oder Arizona?

Aber es dominiert Florida.

Welche Bedeutung hat es, dass «Gun Love» im Umfeld der armen, weissen Bevölkerung spielt?

Hat das Umfeld des «White Trash» etwas mit den Trump-Wählern zu tun?

Weil Sie Lokalkolorit wollten?

Ich habe kürzlich mit Ihrem Kollegen Dennis Lehane reden können, und auch er hat auf die Nähe von Trump-Wählern zum Klan hingewiesen. Aber es haben doch nicht nur Klan-Sympathisanten, Rassisten, für Trump gestimmt. Da gab es doch viele andere Gründe.

Das wusste ich nicht.

Also war es eine Gender-Frage?

War die Wahl nicht vielmehr eine Protestwahl gegen das Establishment?

Muss man nicht zutiefst enttäuscht sein mit dem, was im Land passiert, bevor man sich entschliesst, einer Person wie Trump die Stimme zu geben?

Und wo ist demnach der Einfluss oder die Wirkungsmacht der Literatur?

Ich weiss. Deshalb frage ich ja.

Damit ein Buch diese Kraft entfalten kann, muss es aber gelesen werden, von vielen gelesen werden. Gibt es ein Geheimnis, wie man das schafft?

Welche Resonanz hatte «Gun Love» in den USA bis jetzt?

Wie wichtig ist PEN denn in diesen unruhigen Zeiten?

Sie sprechen die Schriftsteller in Diktaturen an oder in Ländern, in denen Repression herrscht. Aber wie steht es aktuell in den USA? Ich hatte, kurz nachdem Trump gewählt worden war, Kontakt mit den Pulitzer-Preisträgern Elizabeth Strout und Richard Russo und bat sie um eine Einschätzung. Beide sahen sich ausserstande, waren entsetzt, am Boden zerstört.