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Kommentar zur TierquälereiWas sind schon 15 Millionen vergaste Nerze?

In Dänemark mussten massenweise Tiere getötet werden, die unter fragwürdigen Umständen gehalten wurden. Der Pelzhandel wird den Ausfall gern wettmachen, denn die Preise sind bereits gestiegen.

In Dänemark mussten auf einen Schlag 15 Millionen Nerze getötet werden – als Schutzmassnahme gegen eine Mutation des Coronavirus.
In Dänemark mussten auf einen Schlag 15 Millionen Nerze getötet werden – als Schutzmassnahme gegen eine Mutation des Coronavirus.
Foto: Mads Claus Rasmussen (Keystone)

Bis vor einer Woche war Dänemark mit rund 1000 Farmen der grösste Nerzfell-Produzent der Welt; das Land machte damit einen Umsatz von einer Milliarde Dollar jährlich. Dann wurde die ganze Industrie per staatlichem Dekret stillgelegt.

Es verloren nicht nur Tausende Menschen ihre Arbeit. Es wurden auch landesweit auf einen Schlag 15 Millionen Nerze getötet. Oder 17 Millionen. Wer weiss das schon genau, bei solchen Zahlen kann man leicht den Überblick verlieren.

Man vergaste also eiligst unvorstellbar viele Tiere, die alle unnütz geworden waren, wertlos, Abfall aus Angst, sie könnten eine Mutation des Coronavirus in sich tragen. Eine solche hatte man bei Nerzen in einer von fünf dänischen Pelzfabriken nachweisen können.

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