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Kolumne Hans Ulrich ObristWas niemals vergessen werden darf

Die Erinnerungen des KZ-Überlebenden Carl Laszlo verdienen eine grosse Leserschaft.

Carl Laszlo, er ging sprichwörtlich durch die Hölle – und lebte den Rest seines Lebens intensiver als viele andere.
Carl Laszlo, er ging sprichwörtlich durch die Hölle – und lebte den Rest seines Lebens intensiver als viele andere.
Foto: Andreas Baier

In diesem Oktober erschien ein Buch mit dem Titel «Ferien am Waldsee». Es ist der Leidensbericht eines Mannes, der drei Konzentrationslager, darunter Auschwitz, überlebte, während fast seine ganze Familie von den deutschen Nationalsozialisten ermordet wurde. Bemerkenswert ist nicht nur das Buch selbst, sondern auch der Umstand, dass es erstmals 1955 veröffentlicht wurde – allerdings fand es damals keine grosse Beachtung.

Das Buch ist mir deshalb ein Anliegen, weil ich seinen Autor – den Sammler, Kunsthändler, Psychoanalytiker, Dramatiker und Aktivisten Carl Laszlo – kennen und schätzen lernte, als er bereits 87 Jahre alt war. Wir hatten 2013 einen gemeinsamen Auftritt in der Fondation Beyeler. Kurz darauf verstarb Carl Laszlo. Der Kontakt kam zustande über den Künstler David Weiss, der mich auf diesen aussergewöhnlichen Menschen aufmerksam machte, der die Nazis überlebte, dann vor den Kommunisten aus Ungarn in die Schweiz floh, um von Basel aus eine der grössten Sammlungen von Buddhastatuen aufzubauen und sich für den Dalai Lama, zeitgenössische Kunst und allerlei Drogen zu engagieren.

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