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Analyse zu den US-WahlenWas Linke von Joe Biden lernen sollten

Demokratien müssen den Wählern des Rechtspopulismus ein Gegenangebot machen.

Verankert in der gesellschaftlichen Mitte: Der designierte US-Präsident Joe Biden.
Verankert in der gesellschaftlichen Mitte: Der designierte US-Präsident Joe Biden.
Foto: AP, Keystone

Der Präsident erschien wie ein Mann ohne Mitleid und unfähig, das Land aus einer tiefen Krise herauszuführen, die Wirtschaft war am Boden, die Gesellschaft gespalten. Amtsinhaber Herbert Hoover verlor 1932 daher die US-Präsidentschaftswahl. Sein Nachfolger Franklin D. Roosevelt aber machte einer zutiefst verunsicherten Nation Mut mit Worten, die in die Geschichte eingehen sollten: «Ihr habt nichts zu fürchten als die Furcht selbst!»

Roosevelts Sieg, die anschliessende Heilung Amerikas durch den New Deal und später die Rettung der freien Welt durch den Kampf gegen Hitlerdeutschland sind das Musterbeispiel jener Selbstreinigungskräfte, die immer dann beschworen werden, wenn die grosse amerikanische Demokratie vom Kurs abgekommen ist. Nun haben diese Kräfte einmal mehr gewirkt. «You're fired, Donald!» riefen fröhliche Demonstranten überall in den USA.

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