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Kolumne Hans Ulrich ObristWas können Museen in Zeiten von Corona leisten?

Der niederländische Künstler und Museumsdirektor Willem Sandberg weist den Weg.

Er war der Erfinder des modernen Museums: Willem Sandberg (1897–1984).
Er war der Erfinder des modernen Museums: Willem Sandberg (1897–1984).
Foto: Nijs, Jac. de/Anefo/Nationaal Archief, CC0

In den letzten Monaten habe ich mir angesichts der Corona-Krise viele Gedanken über die Museen gemacht: wozu sie da sind, für wen sie da sind und was sie zeigen sollten. Immer wieder bin ich an einem Mann hängen geblieben, der sich diese Frage vor hundert Jahren stellte und dem die Kunstmuseen, wie wir sie heute kennen, sehr vieles zu verdanken haben: Willem Sandberg.

Sandberg war ein niederländischer Illustrator und Künstler, der nach dem Zweiten Weltkrieg Direktor des Amsterdamer Stedelijk Museums wurde und es zum innovativsten Kunstmuseum Europas machte. In der Schweiz hatte er Buchdrucker gelernt, ging danach zu Johannes Itten ans Bauhaus und nach Wien. Zurück in Amsterdam, wurde Sandberg Kurator für moderne Kunst am Stedelijk. Als Erstes liess er dort die Wände weiss streichen und die Bilder nicht wie damals üblich nur links und rechts an den Wänden, sondern auch an Stellwänden aufhängen.

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