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Apples 5G-fähige SmartphonesWas das neue iPhone 12 bringt

Apple hat gleich vier neue iPhones vorgestellt. Sie haben 5G, eine neue Lademethode und weder Netzteil noch Kopfhörer in der Box.

Etwas kantiger und neue Farben: Das iPhone 12.
Etwas kantiger und neue Farben: Das iPhone 12.
Foto: Apple

Wie heissen die vier iPhones, und was unterscheidet sie?

Künftig gibt es zwei iPhone-Klassen. In die Mittelklasse gehören das iPhone 12 (ab 879 Franken) und das iPhone Mini (ab 779 Franken). Letzteres ist eine kleinere Variante des iPhone 12 und dürfte Kundinnen und Kunden gefallen, die letztes Jahr das iPhone 11 zu gross fanden. In der Luxusklasse finden sich das iPhone 12 Pro (ab 1129 Franken) und das iPhone 12 Pro Max (ab 1229 Franken). Bei den teureren iPhones ist das Max-Modell nicht nur grösser, es hat auch eine in der Theorie bessere Kamera. Der Hauptunterschied zwischen der Mittel- und der Luxusklasse ist die Kamera, die bei den Pro-Modellen mehr Linsen und Funktionen hat.

Hier können Sie den Ticker zu Apples Präsentation nachlesen

Was ist das Highlight der neuen iPhones?

Apple zieht mit der Konkurrenz gleich und setzt nun auch auf 5G. Alle vier neuen iPhones unterstützen den zukunftsweisenden und schnelleren Funkstandard. Wie sich 5G auf den Akku auswirkt und wie schnell die neuen iPhones in den Schweizer Handynetzen tatsächlich sind, muss ein Test zeigen. Wer aber nur alle vier bis fünf Jahre ein Handy kauft, dürfte sich über diese künftig nur noch wichtigere Technologie freuen. Im grossen Ganzen betrachtet wird der Einstieg von Apple 5G vollends massentauglich und zum neuen Standard machen. Ob die Telecomfirmen dafür bereit sind, wird sich zeigen.

Was ist die grösste Enttäuschung?

Aus Umweltschutzgründen verzichtet Apple bei den neuen Smartphones auf beigelegte Netzteile und Kopfhörer. Da viele Kunden diese nicht nutzen, kann Apple so einen Beitrag für die Umwelt leisten. Doch das hat auch monetäre Nebeneffekte: Apple kann Kosten sparen, und vor allem wird die Box kleiner. So kann Apple zudem Transportkosten minimieren. Für verwöhnte Schweizer Kundinnen und Kunden dürfte sich der Ärger in Grenzen halten. Eine Entscheidung sorgt aber für Stirnrunzeln: In der Box liegt ein Ladekabel mit Lightning-Anschluss (fürs iPhone) und auf der anderen Seite dem neuen USB-C-Stecker. Nur wenige iPhone-Kundinnen und -Kunden dürften aber schon ein Netzteil mit dieser USB-Schnittstelle haben. Sie müssen entweder ein neues Netzteil kaufen oder das Kabel verstaubt ungenutzt irgendwo in einer Schublade.

Gab es eine Überraschung?

Ja, Apple hat ein neues Ladesystem für die iPhones vorgestellt. Bislang war es schon möglich, iPhones drahtlos zu laden. Man musste sie dazu korrekt auf ein Ladedock legen. Die neusten iPhones verfügen über spezielle Magnete, die dafür sorgen, dass das kompatible Ladedock immer perfekt am Handy haftet. Apple nennt die neue Zubehörreihe Magsafe. Gleich wie das vor ein paar Jahren abgeschaffte magnetische Ladekabel der Mac-Computer. Das offizielle Magsafe-Ladekabel von Apple kostet 45 Franken. Andere Zubehörhersteller können den Standard auch nutzen.

Wann kommen die neuen iPhones?

Hier setzt Apple auf einen gestaffelten Verkaufsstart. Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro kommen am 23. Oktober in die Läden. Auf das grösste (12 Pro Max) und das kleinste (12 Mini) iPhone muss man noch etwas länger warten – nämlich bis zum 13. November. Der Vorverkauf beginnt jeweils eine Woche vor dem Verkaufsstart.

7 Kommentare
    Luca Mueller

    «Sie müssen entweder ein neues Netzteil kaufen ...« Ich bin der Ansicht, dass mehr als 60-80% der Käufer kein neues Netzgerät erwerben müssen, sondern auf ihren bisherigen Bestand zurückgreifen können. Mir geht es wenigstens so, ich habe sicher noch zwei unausgepackte Steckernetzteile mit USB A – Lightning-Anschluss herumliegen, weil immer noch das erste in Betrieb ist. Ferner weist mein NoteBook vier Thunderbolt 3 Anschlüsse auf, USB-C ist die Zukunft.