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Kolumne Ben MooreStecken wir zu viel Geld in die Forschung (oder zu wenig)?

Unser Kolumnist stellt die Grundsatzfrage: Was soll und darf Forschung – es geht hier um sein Fachgebiet, die Physik – eigentlich kosten?

In meiner letzten Kolumne erzählte ich Ihnen von ITER, einem Projekt zur Realisierung billiger und sicherer Kernfusionsenergie. Das Projekt kostet rund 20 Milliarden Euro – nicht billig, doch der Gewinn für die Menschheit ist potenziell enorm und könnte unsere langfristige Zukunft verändern. Aber was soll und darf Forschung eigentlich kosten? Und ich möchte mich hier ausdrücklich nur zu meinem eigenen Fachgebiet äussern, der Physik.

Kosmologen brauchen immer leistungsfähigere Weltraumteleskope, um das Universum noch präziser abzubilden, und Teilchenphysiker benötigen immer grössere Maschinen, um Teilchen mit noch höheren Energien kollidieren zu lassen. Oft ist die Forderung nach mehr Geld gerechtfertigt, und Projekten liegen klare Ziele zugrunde, wie zum Beispiel die Erfassung von Gravitationswellen oder der Nachweis des Higgs-Teilchens – in beiden Fällen führten die Entdeckungen zu Nobelpreisen.

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